NFC: Sparkassen geben Gas, Google auch?

Die Sparkassen-Kunden können sich bald über ein schnelleres und einfacheres Bezahlsystem freuen.

Ab Ende diesen Jahres sollen ungefähr eine Millionen Sparkassen-Kunden aus den Regionen Hannover, Wolfsburg und Braunschweig neue Bankkarten bekommen, die mit Near Field Communication (NFC) ausgestattet sind, das berichtete die Tageszeitung "Die Welt" im Juni.
"Spätestens bis Ende 2015 hat jeder Sparkassenkunde eine Karte, die kontaktlos funktioniert", so Wolfgang Adamiok, Direktor des Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV), damals.

Schnellere Verbreitung

Gegenüber dem Magazin "FOCUS" sagte Adamiok vor Kurzem, dass man einen Großteil der EC-Karten "in den nächsten zwei Jahren" um das so genannte "kontaktlose Bezahlen" mittels NFC erweitern will.

Bei dieser Methode will man in erster Linie auf den Einzelhandel setzen, wie Wolfgang Adamiok erklärte:
"Das Prinzip ist vor allem für schnelle Bezahlvorgänge wie im Einzelhandel sehr wichtig"

Schnellere Bezahlung

Eine Sprecherin des Sparkassen- und Giroverbands bestätigte "Golem", dass die Einführung von Near Field Communication dazu dient, den Bezahlvorgang zu beschleunigen.

Wer im Laden ausschließlich Großeinkäufe tätigt, wird im neuen Verfahren nicht unbedingt eine Hilfe sehen, denn ab einem Geldbeträg von 20 Euro muss man seine PIN eingeben.

Karte der Sparkasse kostenlos

Nach FOCUS-Informationen soll der Chip, der in die EC-Karte eingebaut wird, dem Kunden nichts kosten. Ein Anreiz, die neue Funktion einfach einmal zu testen.

Google zuvorkommen

Der Suchmaschinenriese "Google" stellte Ende Mai in New York seine Art des NFC vor. Die Firma setzt nicht auf Karten, sondern auf das, was jeder dabei hat: das Smartphone. So verbaute der Konzern im Nexus S mit Android einen Chip, der Near Field Communication ermöglichen soll.