Nimm das, Putin: Googles Coming Out zu Olympia

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Google Doodle: bunte Vielfalt bei Olympia
Google Doodle: bunte Vielfalt bei Olympia(© 2014 Google)

Zum Auftakt der Olympischen Spiele in Sotschi macht sich Google mit einem Doodle für die Rechte der Homosexuellen stark. Und das ist auch gut so!

Das Doodle zeigt Athleten in unterschiedlichen Disziplinen: Skifahren, Eishockey, Curling, Bobfahren, Eiskunstlauf und Snowboarding. Wichtiger als die stilisierten Olympioniken ist aber die Farbgebung. Denn das Spektrum ist zweifelsohne angelegt an das der Regenbogenfahne - weltweit als Zeichen der Toleranz und Vielfältigkeit bekannt.

Ein Klick auf das Doodle öffnet eine Ergebnisseite, die auf die Olympische Charta verweist. Falls Ihr Euch fragt, was das ist: “Die Olympische Charta ist die zusammenfassende Gesetzesregelung der vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) angenommenen Grundprinzipien, Regeln und Durchführungsbestimmungen”, schreibt der Deutsche Olympische Sportbund.

Gelungene Breitseite gegen Putin

Unter dem Doodle bringt Google einen Auszug aus der Charta: "Die Ausübung von Sport ist ein Menschenrecht. Im Sinne des olympischen Gedankens muss jeder Mensch die Möglichkeit zur Ausübung von Sport ohne Diskriminierung jeglicher Art haben. Dies erfordert gegenseitiges Verstehen im Geist von Freundschaft, Solidarität und Fairplay."

Wenn auch keine Kampfansage, kann die Aktion doch als gezielte Breitseite gegen Russlands Präsident Wladimir Putin gewertet werden. Der hatte im Vorfeld der Olympischen Spiele mit einem Anti-Homosexuellen-Gesetz für weltweiten Aufruhr gesorgt. So ist es in Russland mittlerweile untersagt, in Anwesenheit von Kindern über schwulen oder lesbischen Lebensstil zu reden - ansonsten drohen hohe Geldbußen.

Selbst der Präsident des Internationalen Olympischen Kommitees, Thomas Bach, sah sich kurz vor Beginn der Spiele genötigt, jegliche Art von Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung nicht zu tolerieren.

Google selbst will sich nicht weiter zur Sache äußern. Das ist auch nicht nötig. Mit der Aktion setzt der Konzern ein weltweites Statement gegen die Diskriminierung von Homosexuellen. Denn das kunterbunte Doodle prangt auch auf Google Russland.


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