Nintendo Switch zerlegt: In dieser Konsole steckt mehr Power, als man denkt

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Unfassbar kleinteilig: Die Nintendo Switch als Puzzle.
Unfassbar kleinteilig: Die Nintendo Switch als Puzzle.(© 2017 Mindtribe)

Ifixit hatte die Nintendo Switch bereits am Tag ihres Erscheinens in ihre Einzelteile zerlegt. Mindtribe ist dem Beispiel gefolgt und hat die Hybridkonsole ebenfalls dekonstruiert. Mit ihrer Analyse der Bestandteile wollen sie deutlich machen, dass in der Switch mehr drinsteckt, als es nach außen den Anschein hat.

Während sich Ifixit bei der Rückwärtskonstruktion in erster Linie auf die Möglichkeiten der Reparatur konzentriert, schaut sich Mindtribe die verbauten Komponenten genauer an. Bei ihrer Betrachtung haben sie herausgefunden, dass die Hardware des Tablets durchaus zukunftstauglich ist.

Zehnmal mehr Power als ein iPad

Obwohl die Leistung der Switch nicht zu der der Xbox One oder der PlayStation 4 aufschließen kann, so bewertet Mindtribe die Integration des Tegra-Chips in die Switch-Architektur als den richtigen Schritt. Darüber hinaus sei die Switch dank des Chips zehnmal potenter als ein durchschnittliches iPad. Was auch immer das heißen soll – zumal das iPad Pro ein absolutes Powerhouse ist.

Üblicherweise ließ Nintendo die Hardware-Architektur ihrer Konsolen intern entwickeln. Dieser Ansatz erschwerte allerdings Drittentwicklern, Spiele für Nintendos Konsolen zu programmieren. Mit dem Tegra X1 folgt Nintendo erstmals einem Industrie-Standard, der es sowohl großen Entwicklern als auch Indie-Studios ermöglicht, Games mit geringem Aufwand für die Switch zu portieren.

Weil der Tegra-Chip im Betrieb viel Hitze abgibt, hat sich Mindtribe das Kühlsystem der Switch im Detail angeschaut. Aus Ingenieurssicht bemerkenswert sei vor allem die Fertigung der “beeindruckend dünnen” Wärmeleitung, die die Hitze aus dem Gerät befördert.

Auch der USB-C-Port scheint dem Vernehmen nach über jeglichen Zweifel erhaben: Die Schnittstelle zwischen Tablet und Dock bzw. Ladekabel ist häufig die Achillesferse eines Geräts, weil ständiges Ein- und Ausstecken den Port verschleißt. Im Fall der Switch ist der USB-Port an mehreren Stellen aber mit der Leiterplatte verlötet und durch eine Abdeckung geschützt, die ihrerseits fest verschraubt im Gehäuse der Switch sitzt. Ein Verrutschen des Anschlusses innerhalb des Tablets ist hier jedenfalls nicht zu befürchten.

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