Nokia 130: Back to the Roots auch unter Microsoft

Das Billig-Handy Nokia 130 kostet nur 19 Euro, kann aber MP3s wiedergeben und telefonieren
Das Billig-Handy Nokia 130 kostet nur 19 Euro, kann aber MP3s wiedergeben und telefonieren(© 2014 Nokia)

Es lebe die Einfachheit! Auch nach der Übernahme von Nokia durch Microsoft soll es weiterhin billige Handys aus Finnland geben. Die eben nicht so smarten "Dumbphones" sind vor allem in Entwicklungsländern ein Verkaufsschlager.

In Deutschland sind inzwischen etwa vier von fünf verkauften Mobiltelefonen Smartphones. Während hierzulande also fast nur noch ein iPhone 5s oder ein Galaxy S5 über die Ladentheke geht, besteht in Entwicklungsländern immer noch ein großer Bedarf an einfachen Handys – sogenannten Dumbphones. Aus dem Hause Nokia soll es laut auch nach der Übernahme durch Microsoft weiterhin Billig-Handys geben. Am Montag kündigte das Unternehmen das Nokia 130 für 19 Euro an.

Das Nokia 130 hält etwa einen Monat lang im Standby durch

Das Dumbphone kann mit seinen Features natürlich nicht mit iPhone 5s, Samsung Galaxy S5 und Co. mithalten, bietet für den schmalen Geldbeutel aber die wichtigsten Funktionen. So besitzt das Nokia 130 ein 1,8-Zoll-Display mit einer Auflösung von 160 x 128 Pixeln. Über einen Touchscreen verfügt das traditionelle Old School-Handy natürlich nicht, dafür beherrscht es die Wiedergabe von Videos und MP3-Songs. Für Reisende auf der Suche nach einem robusten Billig-Handy könnte zudem die Dual-SIM-Option interessant sein.

In einem Interview mit Re/code erläuterte Microsoft-Managerin Jo Harlow die Billig-Strategie bei Nokia: Demnach habe das Unternehmen aktuell kein ähnliches Produkt, mit dem Käufer in Entwicklungsländern angesprochen werden könnten. Neben dem günstigen Preis ist hierbei sicherlich auch der Akku ein Argument, der dem Gerät 16 Stunden Gesprächszeit und eine Standby-Dauer zwischen 26 und 36 Tagen beschert. Weltweit würden immer noch mehr als eine Milliarde Menschen kein Handy besitzen – potenzielle Kunden, die Microsoft mit Mobiltelefonen wie dem Nokia 130 natürlich gerne für sich gewinnen will.


Weitere Artikel zum Thema
Nintendo Switch: Smart­phone-App soll für Online-Spiele unver­zicht­bar sein
Christoph Groth3
Unfassbar !13Multiplayer-Matches mit der Nintendo Switch erfordern womöglich ein Smartphone mit Switch-App
Optional oder nicht? Nintendos US-Chef Reggie Fils-Aimé deutet an, dass Voice-Chat und Matchmaking mit der Nintendo Switch nur via App funktioniert.
Garmin vivo­move im Test: dezen­ter Fitness­tra­cker
Jan Johannsen
Her damit !7Garmin vivomove: Ist der rote Balken voll, will die Uhr bewegt werden.
7.5
Die Garmin vivomove ist eine klassische Uhr, die nebenbei Schritte zählt und die Daten auf das Smartphone schickt. Der dezente Fitnesstracker Test.
Google Sicher­heits­up­date für Januar 2017 schließt über 90 Sicher­heits­lücken
2
Peinlich !7Googles Patches für Januar 2017 sollen Android sicherer machen
Ist Android ein Schweizer Käse? Mit dem Google Sicherheitsupdate für Januar 2017 sollen 94 Lücken im Android-System geschlossen werden – ein Rekord.