Nokia 2, Nokia 3 und Nokia 5 für 2018: Aktuelles Android für wenig Geld

Nokia 5
Nokia 5(© 2018 CURVED)

HMD Global legt seine günstigen Smartphones, das Nokia 2, das Nokia 3 und das Nokia 5, neu auf. Überzeugen sollen die neuen Geräte vor allem mit regelmäßigen Sicherheitsupdates und einem schicken Design.

Die neuen Nokia-Smartphones Nokia 2, Nokia 3 und Nokia 5 haben nicht nur den gleichen Hersteller, sondern noch eine andere Gemeinsamkeit: Während ihr bei anderen Herstellern oft viel Geld ausgebt und nur wenige Updates bekommt, ist es bei diesen drei Nokia-Geräten genau andersherum: Für wenig Geld gibt es jede Menge Android. Das hat der Hersteller HMD Global schon in der Vergangenheit gezeigt. Mit den Neuauflagen der drei Geräte will man 2018 nahtlos dort anknüpfen.

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Nokia 2 (2018): Größerer Bildschirm, angepasstes Android

Den Anfang macht das neue Nokia 2. Dessen Vorgänger hatte HMD Global erst im Dezember 2017 vorgestellt. Da stellt sich die Frage: Warum gibt es jetzt schon eine Neuauflage. Die offizielle Aussage von Sebastian Ulrich, Geschäftsführer Deutschland und Schweiz bei HMD Global: "Wenn wir sehen, dass wir Produkte signifikant verbessern können, dann tun wir das." Nötig hatte das Nokia 2 die Firschzellenkur auf jeden Fall. Denn die erste Version konnte im Test nicht überzeugen. Kein Fingerabdrucksensor, wenig Speicher und allgemein zu wenig Leistung für eine flotte Bedienung.

Den Fingerabdrucksensor gibt es auch 2018 nicht, der Speicher bleibt mit 8 Gigabyte (GB) eher gering, lässt sich aber per microSD-Karte um bis zu 128 GB erweitern. Immerhin. Außerdem ist das Smartphone gewachsen: Der Bildschirm misst nun 5,5 statt wie zuvor 5 Zoll und löst in HD (1280 x 720) auf. Klingt nach wenig, ist der Preisklasse im unteren dreistelligen Bereich aber angemessen.

Beim Design gibt es in der angepeilten Preisklasse keine Kompromisse: Das Kunststoffgehäuse wird um Applikationen aus Kupfer ergänzt. Eine Rückseite aus Aluminium oder gar Glas sucht man vergebens. Dafür hat HMD Global nach eigener Aussage die Leistung deutlich verbessert haben. Das neue Nokia 2 soll bis zu 50 Prozent schneller sein als der Vorgänger. Möglich machen sollen es der "Snapdragon 425"-Prozessor und das auf schwächere Hardware angepasste Betriebssystem Android Oreo (Go Edition).

Die Ausstattung im Detail:

  • 5,5 Zoll großes HD-Display mit 1280 x 720 Pixeln (16:9)
  • Qualcomm Snapdragon 425
  • 1 GB RAM
  • 8 GB Festspeicher (erweiterbar um 128 GB per microSD)
  • Akku mit 4000 mAh
  • Rückkamera mit 8 Megapixeln
  • Frontkamera mit 5 Megapixel
  • Android Oreo (Go Edition)
  • Farben: Blau mit Bronze-Applikationen, Blau mit Silber-Applikationen, Grau mit Silber-Applikationen
  • Erscheinungsdatum: Juli 2018

Nokia 3 (2018): Spartipp im Aluminium-Gehäuse?

Das neue Nokia 3 kommt wie der Vorgänger im Aluminium-Gehäuse, ist, davon konnten wir uns vor Ort überzeugen, hochwertig verarbeitet und bietet darüber hinaus ein Display im modernen 18:9-Format, das in HD+ auflöst. Auch für die Neuauflage des Nokia 3 verspricht HMD Global eine um bis zu 50 Prozent gesteigerte Performance.

Für Daten stehen euch je nach Ausstattung 16 oder 32 GB Speicher zur Verfügung, die ihr auf Wunsch per microSD-Karte um weitere 128 GB erweitern könnt. Fotos knipst ihr mit einer 13-Megapixel-Kamera, Selfies mit einer Frontkamera mit 8 Megapixeln. Verzichten müsst ihr bei der Neuauflage allerdings auf einen Fingerabdrucksensor. Ob das Smartphone hält, was der Hersteller verspricht, können wir allerdings nach einem Test sagen.

Die Ausstattung im Detail:

  • 5,2 Zoll großes HD+-Display (18:9)
  • MediaTek 6750N
  • 2 oder 3 GB RAM
  • 16 oder 32 GB Festspeicher (erweiterbar um 128 GB per microSD)
  • Akku mit 2990 mAh
  • Rückkamera mit 13 Megapixeln
  • Frontkamera mit 8 Megapixel
  • Android 8.0 Oreo (Android One)
  • Farben: Blau mit Bronze-Applikationen, Schwarz mit Chrome-Applikationen, Weiß mit "Iron"-Applikationen
  • Erscheinungsdatum: Juli 2018

Nokia 5 (2018): Ein möglicher Bestseller

Nach dem Nokia 3 kommt auch 2018 das Nokia 5. Schließlich gilt die Zahl Vier beim chinesischen Kooperationspartner Foxconn als Unglückszahl. Und ganz Klar: Das Nokia 5 ist das spannendste Gerät von den drei Neuvorstellungen. Es kommt ebenfalls mit Gehäuse aus Aluminium und kann als einziges der drei Smartphones einen Fingerabdrucksensor und ein richtig scharfes Display vorweisen. Denn der 5,5 Zoll große Bildschirm zeigt 2160 x 1080 Pixel (Full HD+) an, natürlich im modernen 18:9 Format. Auf andere Modernitäten, etwa eine Notch, müsst ihr aber verzichten.

Zwar verspricht der Hersteller fürs neue Nokia 5 "nur" eine Leistungssteigerung um 40 Prozent. Dass das Nokia 5 das schnellste von den drei hier vorgestellten Smartphones ist, steht aber außer Frage. Auch hier habt ihr die Wahl zwischen zwei Speichergrößen: Ihr könnt das Smartphone wahlweise mit 2 GB Arbeitsspeicher und 16 GB Datenspeicher, oder gegen Aufpreis mit 3 GB Arbeitsspeicher und 32 GB Datenspeicher bekommen. Auch hier habt ihr die Möglichkeit, den Speicher per microSD-Karte zu erweitern.

Die Ausstattung im Detail:

  • 5,5 Zoll großes FHD+-Display (2150 x 1080, 18:9)
  • MediaTek Helio P18
  • 2 oder 3 GB RAM
  • 16 oder 32 GB Festspeicher (erweiterbar um 128 GB per microSD)
  • Akku mit 3000 mAh
  • Rückkamera mit 16 Megapixeln
  • Frontkamera mit 8 Megapixel
  • Android 8.0 Oreo (Android One)
  • Farben: Farben Kupfer, Temperiertes Blau, Schwarz
  • Erscheinungsdatum: Juli 2018

Nicht der Preis, sondern das Versprechen zählt

Die Preise für die neuen Geräte stehen noch nicht final fest, mehr als 200 Euro wird aber wohl keines der Smartphones kosten. Allerdings ist der günstige Preis bei den neuen Nokias nicht das wichtigste Argument von HMD Global, sondern das Versprechen, die Geräte über Jahre aktuell zu halten. Fürs Nokia 2 garantiert der Hersteller ein Update auf Android P, fürs Nokia 3 und das Nokia 5 wird es auch das Update auf Android Q geben.

Beide Geräte gehören zum "Android One"-Programm, das Herstellern in die Pflicht nimmt, die Smartphones mit zwei Jahre lang mit neuen Betriebssystemversionen auszustatten und drei Jahre lang den monatlichen Sicherheits-Patch anzubieten. Damit ist klar: Wer zu einem günstigen Nokia greift, bekommt mehr Software fürs Geld geboten, als mancher Nutzer, der noch heute auf Android Oreo für sein hochpreisiges Gerät wartet.

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