Nokia 9 PureView, drei günstige Smartphones & ein Feature Phone angekündigt

Das Nokia 9 PureView mit fünf Kameras
Das Nokia 9 PureView mit fünf Kameras(© 2019 HMD)

Das Nokia 9 PureView ist endlich da! Seit 2017 kursieren viele Gerüchte über das Top-Smartphone mit fünf Kameras. Jetzt hat Hersteller HMD Global es beim Mobile World Congress in Barcelona offiziell vorgestellt. Weitere Neuvorstellungen sind das Nokia 1 Plus, das Nokia 3.2 und das Nokia 4.2, die jeweils weniger als 200 Euro kosten, sowie das Feature Phone Nokia 210.

Das Nokia 9 PureView hat das Potential, das aufregendste Smartphone des MWC 2019 zu werden. Seine fünf Kameras müssen sich allerdings noch im Test beweisen. Der Hersteller ist zumindest voll des Lobes für die Geräte.

Nokia 9 PureView: Top-Smartphone mit fünf Kameras

Es werden immer mehr Kameras. Während das Samsung Galaxy S10 oder das Huawei Mate 20 Pro schon drei Kameras auf ihrer Rückseite haben, versucht Nokia die Konkurrenz mit fünf Kameras zu übertrumpfen. Die fünf Kameras mit jeweils einer Auflösung von zwölf Megapixeln haben alle die gleiche Brennweite und am Ende steht euch ein Foto zur Verfügung. Einen Zoom gibt es nicht.

Hinter zwei der Linsen befindet sich ein Farbsensor und hinter dreien ein monochromer Sensor, der mehr Licht aufnimmt. Ein extra Bild-Co-Prozessor, der weniger Strom verbraucht und schneller eine Rauschreduzierung berechnen soll, steht dem Snapdragon 845 zur Seite und setzt aus den fünf Aufnahmen ein fertiges Bild zusammen. Nokia verspricht sich von den fünf Kameras mehr Details, klarere Texturen und bessere Kontraste. Zudem sollen die Nutzer mehr Kontrolle über die Tiefenschärfe haben. Statt den üblichen zehn Abschnitten, sei das Foto in 1200 Abschnitte aufgeteilt.

Für das Nokia 9 PureView hat HMD Global den Pro-Modus der Kamera-App überarbeitet und lässt das Smartphone RAW-Bilder im DNG-Format aufnehmen.

Der Rahmen des Nokia 9 PureView besteht aus Aluminium, die Rückseite aus Gorilla Glass. Obwohl das Smartphone nicht sonderlich dick ist, stehen die fünf Kameras nicht hervor. Auf der Vorderseite befindet sich ein 5,99 Zoll großes P-OLED-Display mit 2K-Auflösung sowie einem integrierten Fingerabdrucksensor. Eine Gesichtserkennung gibt es über die 20-Megapixel-Frontkamera ebenfalls.

Das Nokia 9 PureView gibt es nur in Blau und mit sechs Gigabyte Arbeitsspeicher sowie 128 Gigabyte internem Speicher. Der Preis liegt bei 649 Euro und ab Ende März soll das Smartphone erhältlich sein.

Drei unter 200: Nokia 1 Plus, Nokia 3.2 und Nokia 4.2

Mit dem Nokia 1 Plus hat HMD Global sein günstigstes Smartphone größer gemacht. Für 109 Euro bekommt ihr ab Mitte März ein griffiges Kunststoffgehäuse und ein 5,45 Zoll großes IPS-Display im 18:9-Format. Der Speicher fällt mit einem Gigabyte Arbeitsspeicher und acht oder 16 Gigabyte internem Speicher klein aus. Die Kameras haben eine Auflösung von acht Megapixeln auf der Rückseite und fünf Megapixeln vorne. Als Betriebssystem erwartet euch Android 9 Pie in der Go-Edition und ab März könnt ihr zwischen Schwarz, Blau und Rot wählen.

Das Nokia 3.2 und das Nokia 4.2 haben viele Gemeinsamkeiten. Die fangen beim Kunststoffgehäuse an, gehen über Fingerabdrucksensor und Gesichtserkennung sowie die extra Taste für den Google Assistant bis zum installierten Android 9 Pie. An Googles Software nimmt Nokia keine Änderungen vor und durch die Teilnahme an Android One sind zwei große Versions-Updates und monatliche Sicherheitsupdates für drei Jahre garantiert. Beide Smartphones gibt es jeweils mit zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und 16 Gigabyte internem Speicher sowie auch mit drei und 32 Gigabyte.

Als Unterschiede bleiben neben den Preisen, die bei 159 Euro für das Nokia 3.2 und bei 199 Euro für das Nokia 4.2 liegen, das Display, die Kamera und der Chipsatz. Während das Nokia 4.2 ein 5,7 Zoll großes Display hat, schaut man beim Nokia 3.2 auf ein 6,2 Zoll großen Bildschirm – jeweils mit HD+-Auflösung und kleiner Aussparung – Notch – am oberen Rand. Die Kameras haben eine Auflösung von 13 Megapixeln, das Nokia 4.2 erlaubt mit seiner Dualkamera allerdings Bokeh-Aufnahmen. Selfies nimmt das Nokia 4.2 mit acht Megapixeln auf, das Nokia 3.2 mit fünf Megapixeln. Der Snapdragon 439 dürfte als Chipsatz des Nokia 4.2 etwas schneller sein, als der Snapdragon 429 des Nokia 3.2.

Das Nokia 4.2 soll im April erscheinen. Das Nokia 3.2 folgt im Mai.

Nokia 210

Das Nokia 210 ist keine Neuauflage eines alten Nokia-Klassikers, sondern einfach nur ein neues sogenanntes Feature Phone, das hauptsächlich zum Telefonieren gedacht ist. Für ca. 35 US-Dollar erwartet euch ein kleines Farb-Display, Internetzugang über den Opera-Browser sowie ein kleiner App Store mit Spielen, Wallpapern und Klingeltönen. Der Akku soll eine Standby-Zeit von einem Monat haben und wenn ihr pausenlos quatsch stolze 24 Stunden durchhalten. Eine Kamera ist für Schnappschüsse ebenfalls vorhanden. Farblich habt ihr die Wahl zwischen Schwarz, Weiß und Rot.


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