Nokia MixRadio will als Spin-off überleben

Mit der Erweiterung auf iOS und Android erhoffen sich die Mixradio-Entwickler eine Zukunft ohne Microsoft.
Mit der Erweiterung auf iOS und Android erhoffen sich die Mixradio-Entwickler eine Zukunft ohne Microsoft.(© 2014 Nokia)

Der auf Nokia-Geräten vorinstallierte Streaming-Dienst soll nach den Microsoft-Kürzungen auch für Android und iOS erhältlich sein. Die Entwickler suchen bereits nach Investoren.

Kostenlose Musik auf Lumia

Weil Microsoft-CEO Satya Nadella vor allem bei der zugekauften Geräte-Sparte von Nokia die größten Sparmaßnahmen trifft, erhofft sich ein Dienst jetzt eine Zukunft als eigenständiges Unternehmen. Nokia MixRadio heißt der Streaming-Service, der auf Lumia-Geräten vorinstalliert ist. Die Entwickler der App wollen jetzt als Spin-off weiter existierten.

MixRadio startete unter dem Namen Nokia Music als Musikdienst für die Smartphone-Serie. Später wurde die Anwendung auf die beliebteste Funktion, das MixRadio, umbenannt. Der Streaming-Dienst lässt Nutzer auf kuratierte Playlisten zugreifen. Die Basisversion bot Nokia kostenlos an, um ein Kaufargument für Lumia zu schaffen. Für 3,99 US-Dollar im Monat erhielten User erweiterte Funktionen.

MixRadio für iOS und Android

Wie viele Nutzer MixRadio tatsächlich hat, verrät Manager Jyrki Rosenberg nicht. Es seien jedoch "Millionen glückliche Kunden". Rosenberg will mit seinem Team die App jetzt als Standalone-Unternehmen aufstellen. Dafür sucht der Chef des Streaming-Dienstes bereits nach Investoren. Der große Vorteil dabei: MixRadio darf auch auf Android und iOS verfügbar sein und erweitert damit sein Marktpotenzial stark. Allerdings ist damit die Konkurrenz auch größer. Zu Mixradios Mitbewerbern zählen Spotify, Pandora und Deezer.

Als Gründ für die Auslagerung gibt Rosenberg an, dass die neue Konzernstrategie vorsieht, dass Microsoft im Entertainment-Segment künftig stärker mit Partnern zusammenarbeitet und nicht mehr im Unternehmen investiert.


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