Nokia schreibt dunkelrote Zahlen

Dass es nicht sonderlich gut um Handy-Urgestein Nokia steht, war allgemein bekannt. Nachdem man irgendwie den Absprung ins Smartphone-Zeitalter nicht so richtig geschafft hat, obwohl die Zeichen gut standen, versuchen die Finnen jetzt mehr oder weniger krampfhaft, den Vorsprung der Konkurrenz aufzuholen.

Milliardenverlust im ersten Quartal

Heute hat Nokia die Quartalszahlen für das erste Quartal 2012 veröffentlicht – und zur Überraschung vieler sehen diese noch deutlich schlechter aus als erwartet. 1,34 Milliarden Euro Verlust musste der finnische Handy-Hersteller hinnehmen, das tut richtig weh. Rund die Hälfte davon verschlang das verlustreiche Joint Venture Nokia Siemens Networks.

Ein weiterer Grund für die dunkelroten Zahlen bei Nokia ist das Smartphone-Geschäft. Im Vergleich zum Vorjahresquartal musste der Bereich Devices und Services, zu dem das Smartphone-Geschäft gehört, einen Verlust von rund 40 Prozent hinnehmen. Davon hatte man sich wohl deutlich mehr versprochen, zumal Nokia mit der Lumia-Reihe neue Smartphones auf den Markt gebracht hat, die eine Art rettender Strohhalm für die Finnen sein sollten.

Wie es mit Nokia weitergehen wird, ist äußerst fraglich. Derzeit engagiert sich der Mobilfunk-Pionier stark in Sachen App Entwicklung. Denn bei Nokia ist man sich im Klaren darüber dass nur mit einem bestens ausgestatteten Windows Phone Marketplace auch die Attraktivität der eigenen Smartphones mit Microsofts mobilem Betriebssystem gewährleistet ist. Mit der Anzahl und der Qualität der Anwendungen steht und fällt auch die Attraktivität eines Betriebssystems und seiner Smartphones.