Nokias Feature Phones erhalten Opera Mini als Browser

Einfache Feature Phones wie das Nokia 130 werden in Zukunft statt des Xpress Browsers auf Opera Mini setzen
Einfache Feature Phones wie das Nokia 130 werden in Zukunft statt des Xpress Browsers auf Opera Mini setzen(© 2014 Nokia)

Der norwegische Browser-­Hersteller Opera hat bekannt gegeben, dass er die Browsersparte von Microsofts Nokia komplett übernehmen wird. Wie Reuters berichtet, wird der Browser Opera Mini als Ergebnis der Übernahme zukünftig auf allen einfachen Handys beider Hersteller eingesetzt.

Im Detail betrifft der Deal zwischen Microsoft und Opera dabei alle kommenden Feature Phones des Unternehmens aus Redmond wie auch die, die zu Nokias Handy-Reihen Asha Series 30+ und Series 40 gehören. So werden Besitzer eines eines solchen Gerätes in Kürze aufgefordert, ein Upgrade des installierten Xpress-Browsers auf Opera Mini durchzuführen. Fabrikneue Mobiltelefone werden dagegen zukünftig direkt mit Opera Mini als Standardbrowser ausgeliefert.

Windows Phone ist nicht betroffen

Natürlich könnte die Frage aufkommen, wieso Microsoft denn einen fremden Browser lizenziert, wenn der eigene Internet Explorer doch stetig weiterentwickelt wird. Feature Phones, also einfache Handys wie das Nokia 130, und Smartphones trennen jedoch Welten. Microsofts Internet Explorer ist in seiner Mobile-Variante nicht mit den einfachen Systemen von Feature Phones kompatibel und kann daher nicht eingesetzt werden. Auf Smartphones mit Windows Phone bleibt er hingegen erhalten und wird auch weiterhin von Microsoft immer weiter verbessert.

Auf Nokias Handys ist bisher nur der Xpress-Browser installiert um in begrenztem Maße auch durch das Internet surfen zu können, doch besitzt dieser einen entscheidenden Nachteil gegenüber Opera Mini: Einfache Feature Phones werden besonders in Entwicklungsländern gekauft, wo die Mobilfunknetze häufig nicht die besten sind. Opera Mini bietet im Gegensatz zum Xpress Browser ein integriertes Kompressionsverfahren und eignet sich daher besser für den Einsatz in Umgebungen mit langsamen oder instabilen Funkverbindungen.


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