NSA spioniert Smartphone-Besitzer mit Angry Birds aus

Von Angry Birds sind zahlreiche Varianten erhältlich.
Von Angry Birds sind zahlreiche Varianten erhältlich.(© 2014 Rovio Entertainment)

Offenbar spioniert die NSA auch Nutzer des Handy-Spiels Angry Birds aus: Einem Bericht der britischen Tageszeitung The Guardian zufolge haben der US-amerikanische Geheimdienst und sein britisches Pendant, das GCHQ, eine Methode entwickelt, um persönliche Daten aus Smartphone-Apps auszulesen – dazu zählt auch Angry Birds. Darauf weisen geleakte Dokumente hin, die vom Whistleblower Edward Snowden stammen. Ziel der Geheimdienste ist es im Wesentlichen, von Apps gesammelte Nutzerdaten abzufangen – je nach Programm etwa Alter, Geschlecht, Standort oder gar sexuelle Präferenzen.

Apps verraten persönliche Daten

Das britische GCHQ und die amerikanische NSA sollen bereits seit 2007 gemeinsam auf dieses Ziel hinarbeiten. Die veröffentlichten Dokumente legen zudem offen, dass neben Apps wie Angry Birds auch persönliche Bilder private Daten preisgeben können: Lädt eine Person ein Foto in ein soziales Netzwerk hoch, enthält dies zumeist sogenannte EXIF-Daten mit Standortinformationen. Zwar werden diese schließlich gelöscht, sobald das Foto angekommen ist, doch könne anscheinend schon während des Uploads darauf zugegriffen werden.

Auch Suchanfragen bei Programmen wie etwa Google Maps standen schon im Visier der Nachrichtendienste. In welchem Umfang auf diese Art und Weise Daten gesammelt wurden, ist noch unklar. Auf welche persönlichen Informationen Smartphone-Apps wie Angry Birds zugreifen, hängt von den gewährten Zugriffsrechten ab. Wer nicht möchte, dass Apps private Daten auslesen und weiterleiten, sollte sich vorher darüber informieren, bevor ein Programm installiert wird.


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