Nvidia K1 verspricht mehr Akku-Power und PC-Perfomance

Acer Chromebook 13: Das erste seiner Art mit Nvidia K1-SoC
Acer Chromebook 13: Das erste seiner Art mit Nvidia K1-SoC(© 2014 Acer)

Nvidia dreht auf: Nachdem es in den vergangenen Monaten eher ruhig um die kalifornischen Grafikspezialisten geworden war, melden die sich nun mit Shield Tablet und K1-Chipsatz recht viel versprechend zurück — und letztgenannter Chipsatz kommt zukünftig mit beeindruckenden Akkulaufzeiten auch in Chromebooks zum Einsatz, bevor dann eine 64 Bit-Variante gar für "PC-Performance auf mobilen Geräten" sorgen soll.

Offen gesagt hatte ich zuletzt Sorge um Nvidia: Der Markt für PC-Grafikkarten, vormals eines der von Nvidia dominierten Felder, hat die besten Tage hinter sich und im Sektor der mobilen Chipsätze schienen die Kalifornier mit ihren  Tegra 3- und vor allem Tegra 4-Chipsätzen endgültig den Anschluss an Qualcomm und die günstigen Anbieter aus dem Reich der Mitte verloren zu haben. Und dann kakommenen sie mit dem K1 um die Ecke ...

Nvidias aktueller Chipsatz beeindruckte uns im neuen Shield-Tablet, und wir warten seit dessen Vorstellung sehnsüchtig auf ein erstes Testsample der Gaming-Flunder. Doch nicht nur in einem 7 Zoller für Zocker soll der vor allem in Sachen Grafik hochperformante Vierkerner seine guten Dienste verrichten.

Chromebooks mit K1 versprechen Leistung und Laufzeit

Gestern machte Acer sein neues Chromebook 13 offiziell: Nicht nur punktet das auf dem Papier mit einem 13 Zoll-FHD-Display (1920 x 1080 Bildpunkte) und 2 GB RAM, sondern vor allem auch mit dem verbauten Nvidia K1-Prozessor — und der soll nicht nur Performance satt, sondern vor allem fabulöse Akkulaufzeiten von bis zu 13 Stunden garantieren. Preislich bleibt das Acer Chromebook 13 dabei im Rahmen, so werden humane 279 Dollar für das oben genannte Modell fällig, wer 4 GB RAM und 32 GB /statt 16 GB) internen Speicher wünscht, zahlt 379 Dollar.

Ob das Chromebook 13 nach Deutschland kommt und ob weitere Hersteller der Chrome OS-Netbooks ebenfalls auf den Nvidia-Zug aufspringen werden, ist zur Stunde nicht bekannt. Wir rechnen allerdings spätestens zur IFA in ein paar Wochen sowohl mit einer Vorstellung des 13 für den hiesigen Markt als auch mit eventuellen weiteren Ankündigungen von K1-Chromebooks — Asus beispielsweise pflegt traditionell gute Beziehungen zu den Kaliforniern.

Nächster Halt: "Denver"

Und auch den nächsten Schritt zum Comeback als wichtiger Player auf dem Markt der mobilen Chipsätze hat Nvidia bereits angekündigt:  den zweikernigen 64 Bit-K1, Codename "Denver". Der dürfte ab Anfang des kommenden Jahres Einzug in erste Geräte halten und soll dank 2,5 GHz-Taktung (gegenüber 2,3 GHz im 32 Bit K1) noch ein ordentliches Quäntchen mehr Performance bieten.

Der Denver im Vergleich zum 32 Bit-K1

So soll dieser Chipsatz, der ebenfalls mit der 192-Kerne starken "Kepler"-Grafikeinheit ausgestattet ist, beispielsweise sieben statt nur drei Befehle pro Rechenzyklus abarbeiten können und damit laut Nvidia endlich "PC-Performance ins ARM-Ökosystem bringen."

Wir sind gespannt und wünschen Nvidia, dass diese Versprechen auch gehalten werden können — schließlich sprechen wir hier nicht nur von Chromebooks: Auch Android-Tablets und -Smartphones würden vom K1 und seinen 64 Bit-Segnungen massiv profitieren (denken wir nur an die genannten Laufzeiten in Verbindung mit den Optimierungen durch Android Ls Project Volta).

Und ganz abgesehen davon: Nichts gegen Qualcomm, aber ein wenig Konkurrenz würde dem Markt der mobilen Chipsätze mal wieder gut tun. Ein in diesem Sektor wiedererstarktes Nvidia bedeutet dann nicht nur unter Umständen günstigere Hardware, sondern vor allem auch Innovationen und Optimierungen für mobile Gamer - wie mich.


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