Nvidia stellt Android-Konsole Shield vor

Sie sieht aus, wie der Controller für die Xbox, hat jedoch noch einen aufklappbaren Bildschirm mit 5 Zoll Diagonale und 720p Auflösung. Angetrieben wird sie von Nvidias eigenem Tegra 4-Prozessor, der auf der Cortex A15 Architektur basiert. Den vier Kernen steht ein fünften Companion-Kern zur Seite, der für Aufgaben eingesetzt wird, die weniger rechenintensiv sind, wodurch er stromsparender arbeiten kann. Die Grafikkerne des Tegra 4 wurden auf 72 nach oben geschraubt – das sind also sechsmal so viele wie im Vorgänger.

Vanilla Android und Streamen vom PC

Die Android-Konsole Shield läuft mit Android 4.2.1, und zwar nach Angaben von Nvidia in der puren Variante, so wie sie von Google kommt. Dank HDMI-Ausgang lassen sich Spiele nicht nur mobil auf der Konsole spielen, sondern können auch auf dem TV-Bildschirm wiedergegeben werden. Doch damit nicht genug: Per WLAN können Spiele vom PC auf die Konsole gestreamt werden. Voraussetzung dafür ist eine Grafikkarte von Nvidia, die GeForce GTX 650 oder neuer.


“Wir wurden von der Vision inspiriert, dass uns die aufsteigenden Mobile- und Cloud-Technologien von stationären Konsolen befreien und uns Games überall auf jedem Bildschirm ermöglichen könnten”, sagte Nvidia CEO Jen-Hsun Huang. “Wir haben uns ein Gerät vorgestellt, das für Games das gleiche bedeuten würde wie der iPod für Musik beziehungsweise der Kindle für Bücher. Ein Gerät, mit dem wir auf eine neue Art überall spielen könnten.”

Shield noch im Beta-Stadium

Die Vorstellung einer eigenen Spielekonsole macht Raum für Spekulationen ob Nvidia möglicherweise nicht mehr die GPU für die kommende PlayStation-Generation liefert, sondern diesen Auftrag an AMD verloren hat. In der PlayStation 3 ist noch ein Grafik-Chip von Nvidia verbaut während in Microsofts Xbox 360 eine GPU von AMD werkelt.


Nvidia hat Shield in Las Vegas noch als Prototypen gezeigt, die Konsole befindet sich nach eigenen Angaben noch im Beta-Stadium. Im zweiten Quartal 2013 soll die Android-Konsole in den USA und Kanada auf den Markt kommen. Zu einem Europa-Start hat sich Nvidia bislang ebensowenig geäußert wie zum Preis – mit einem Schnäppchen sollte man aber eher nicht rechnen.