O2 zieht Bewegungsanalyse zurück

Der deutsche Mobilfunkanbieter O2 wird keine Bewegungsdaten auswerten und verkaufen. Das teilte der Mutterkonzern Telefónica am Donnerstag mit. Anfang Oktober öffnete die Firma in London eine Abteilung, die für die Vermarktung und Analyse solcher Daten verantwortlich sein soll. Ein Tool namens "Smart Step" sei für das Verknüpfen bereits bestehender Datensätze und neu hinzukommender Bewegungsinformationen zuständig, berichtet heise online.

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O2 plante Bewegungsprofile auch für Deutschland

Telefónica dürfte ursprünglich auch in Deutschland geplant haben, ein anonymisiertes Bewegungsprofil seiner Kunden anzulegen. Darauf deuten überarbeitete Einverständniserklärungen bei Abschluss eines Vertrages mit der Marke O2 hin, schreibt tagesschau.de.

Rechtliche Bedenken im Wirtschaftsministerium

Die Bundesregierung ließ prüfen, ob eine derartige Erhebung von Daten in der Bundesrepublik überhaupt mit dem Gesetz vereinbar sei. Am Mittwoch erklärte ein Sprecher des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, der Verkauf von Bewegungsdaten sei nur zulässig, wenn es um Dienste mit Zusatznutzen gehe. Dies sei bei dem vorliegenden Fall nicht gegeben.