Open Source-Konsole Ouya will ins Fernsehen

Ouya-Spiele sollen bald auch ohne die dazugehörige Konsole zugänglich sein.
Ouya-Spiele sollen bald auch ohne die dazugehörige Konsole zugänglich sein.(© 2014 Ouya)

Die Android-basierte Spielkonsole Ouya hatte vergangenes Jahr keinen leichten Markteintritt. Mit der "Everywhere"-Initiative soll die Open Source-Plattform jetzt in andere Geräte integriert werden.

Bisher läuft das Open Source-System Ouya und die dafür entwickelten Spiele nur auf der eigenen Konsole des Herstellers. Künftig will CEO Julie Uhrman die Gamer weg von Tablets und mobilen Endgeräten und zurück zum TV-Gerät locken. Das Unternehmen werde künftig als Software-Anbieter und weniger als Hardware-Hersteller agieren. Der Plan lautet, Ouya ohne Konsole in Fernsehgeräten einzubauen.

Ouya entstand durch eine Crowdfunding-Kampagne auf dem Portal Kickstarter, bei dem die Gründer 2012 erfolgreich 8,6 Millionen US-Dollar für die Entwicklung sammelten - das Finanzierungsziel waren eigentlich nur 950.000 US-Dollar. Die ersten Modelle der Ouya-Konsole landeten im März bei den Unterstützern, in den Handel kam die Android-basierte Hardware im Juni vergangenen Jahres. Lieferschwierigkeiten waren jedoch daran schuld, dass einige Kickstarter-Unterstützer ihr Gerät noch nicht hatten, obwohl es schon im Handel erhältlich war. Die Anhänger waren verärgert, der Vorfall für das neue Produkt ein PR-Desaster.

Konsole bei Entwicklern sehr gefragt

99 US-Dollar kostet die Ouya. Wie viel Stück bisher verkauft wurden, verrät das Unternehmen nicht. Immerhin 33.000 Entwickler haben sich das Gerät zugelegt und 675 Spiele sind bisher für das Betriebssystem verfügbar.

Für den Newcomer dürfte die Positionierung am Markt neben Größen wie der Micrsoft XBox, Nintendo Wii und Sony PS4 hart sein. Darum sucht Ouya jetzt einen neuen Vertriebskanal auf anderen Elektrogeräten zu finden. Neben dem Fernseher könnte das System auch für den PC erweitert werden, glaubt CEO Uhrman. Bisher hat sich das junge Unternehmen in der Kommunikation nach außen in erster Linie an Spieleentwickler gerichtet. Mit Ouya wollten die Hersteller eine Plattform anbieten, auf der Entwickler ohne Einschränkungen und unabhängig ihre Games vertreiben können.


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