Opera Touch: Den Einhand-Browser für das Smartphone ausprobiert

Opera Touch: Der Browser für eine Hand.
Opera Touch: Der Browser für eine Hand.(© 2018 CURVED)

Die Displays der meisten Smartphones sind zu groß, um sie mit einer Hand bedienen zu können. Zumindest beim Browser will der Opera Touch euch wieder mit einer Hand durch das Internet surfen lassen und verfügt über weitere praktische Funktionen. Das mussten wir ausprobieren.

Tatsächlich bewirkt eine kleine Änderung im Design, dass man Opera Touch mit einer Hand bedienen kann. Unten in der Mitte befindet sich der sogenannte "Fast Action Button". Der ist problemlos mit der Hand zu erreichen, mit der man das Smartphone hält. Tippt man ihn an, gelangt man direkt in die Adresszeile und kann über die sich ebenfalls öffnende Tastatur die zu besuchende Internetadresse eingeben. Das kenne ich von keinem anderen Smartphone-Browser. Bisher musste man immer die Adresszeile am oberen Rand direkt antippen.

Mit einer Hand in die Adresszeile

Will man die URL nicht eintippen, kann man einen QR-Code scannen, um zu der verknüpften URL zu gelangen, oder die Spracheingabe nutzen. Hält man den Fast Action Button gedrückt, sieht man die geöffneten Tabs und kann zwischen ihnen hin- und herwechseln oder sie einzeln schließen. Habt ihr viele Tabs geöffnet, bietet die Reiter-Übersicht an der rechten Seiten den vollen Überblick.

Nutzt ihr Opera auch auf dem PC, ist "Flow" eine hilfreiche Funktion. Über sie schickt man Webseiten oder Notizen vom Smartphone-Browser zum PC-Browser – oder anders herum. Ein Nutzerkonto braucht ihr dafür nicht, es genügt in Opera auf dem Rechner einen QR-Code mit dem Smartphone zu scannen.

Ganz perfekt ist die Bedienung in Opera Touch noch nicht. In die Einstellungen gelangt man momentan nur über das Drei-Punkte-Menü oben rechts. Das ist anders als der Fast Action Button nicht mit einer Hand zu erreichen. Ideal wäre es unten oder im Fast Action Button platziert.

In den Einstellungen lässt sich ein Werbeblocker für den Opera Touch aktivieren. Der kennt jedoch nur "An" oder "Aus". Webseiten lassen sich nicht als Ausnahmen auf eine Liste setzen. Das wäre allerdings hilfreich, falls eine Seite Nutzer mit Werbeblockern aussperrt oder man sie aktiv durch Anzeigen von Werbung unterstützen will. Während Werbeblocker inzwischen zum Standard-Umfang vieler Browser gehören, ist der "Mining-Schutz" des Opera Touch eine ziemlich neue Schutzfunktion. Er verhindert, dass aufgerufene Webseiten die Hardware eures Smartphones nutzen, um im Hintergrund Krypto-Währungen zu schürfen bzw. zu berechnen.

Fazit

Alleine dass der Fast Action Button den Weg in die Adresszeile verkürzt, macht den Opera Touch zum besten Smartphone-Browser, wenn man nur eine Hand zum Surfen auf dem Smartphone nutzen will. Er steht ab sofort im Play Store für Android-Smartphones zur Installation bereit. Eine iOS-Version für das iPhone ist in Arbeit.


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