Parrot Disco: Die schnelle Drohne mit starren Flügeln ist da

Her damit !21
Parrot Disco: Drohne mit starren Flügeln und nur einem Propeller.
Parrot Disco: Drohne mit starren Flügeln und nur einem Propeller.(© 2016 Parrot)

80 Stundenkilometer schnell und 45 Minuten in der Luft: Die Parrot Disco hat feste Flügel und nur einen Propeller, lässt aber beim Tempo und der Flugdauer jeden Quadrocopter alt aussehen - und soll sich einfach steuern lassen.

Auf der CES hatte Parrot die Disco-Drohne Anfang 2016 das erste Mal präsentiert. Jetzt im August geht die Starrflügler-Drohne in den Verkauf. Mit einem Preis von 1300 Euro ist das Set aus Drohne, Skycontroller 2 und den Cockpitglasses aber kein ganz billiges Spielzeug.

Einfache Steuerung und First-Person-View

Flugerfahrung ist nach Angaben des Herstellers nicht notwendig, um die Parrot Disco steuern zu können. Die Drohne aus Kunststoff mit Carbonrohren im Inneren startet – nachdem man sie in Luft geworfen hat – automatisch und soll auch eigenständig wieder landen können. Gesteuert wird die Parrot Disco über den Skycontroller 2 – eine Steuerung über eine App auf dem Smartphone oder Tablet ist anders bei der Parrot Bebop 2 nicht möglich. Dank einer Flugassistenz soll es reichen, wenn Ihr etwa einfach nach rechts steuert. Die Software kümmert sich automatisch um Neigung und Geschwindigkeit, um die Kurve richtig zu fliegen. Wer schon Erfahrungen mit Modellflugzeugen gesammelt hat, kann die Disco in einem manuellen Modus auch mit einer anderen RC-Fernsteuerungen steuern.

Vorne an der Parrot Disco befindet sich eine Full-HD-Kamera, die weniger für Landschaftsaufnahmen gedacht ist, sondern per Livestream den Blick aus dem Cockpit der Drohne auf eine Smartphone streamt. Dieses könnt Ihr in die Parrot Cockpitglasses stecken – wie bei der Samsung Gear VR – und direkt den Blick aus der Drohne genießen und unter Umständen auch einfacher steuern. Auf dem 32 Gigabyte großen internen Speicher lassen sich die Videos während des Fluges aber auch aufzeichnen.

An den Außenseiten der Flügel befinden sich Querruder und an den jeweiligen Enden sogenannten Winglets. Das sind die nach oben gebogene Enden der Flügel, die schon bei echten Flugzeugen die Steuerung vereinfachen. Für die Geschwindigkeit von bis zu 80 Stundenkilometer sorgen ein bürstenloser Motor sowie ein doppelter Falzklingenpropeller. Gut zu wissen: Die Drohne ist nicht nur schnell, sondern soll selbst bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 40 km/h fliegen können. Für die für eine Drohne lange Flugzeit von 45 Minuten zeichnet ein Lithium-Polymer-Akku verantwortlich.

Der Skycontroller 2 steht per WLAN mit der Drohne in Verbindung und hat unter Idealbedingungen eine theoretische Reichweite von zwei Kilometern. Wollt oder könnt Ihr den Stream aus der Parrot Disco nicht mit den Cockpitglasses direkt vor den Augen haben, könnt Ihr Euer Smartphone auch in eine Halterung an der Fernsteuerung einlegen und so durch die Kamera der Drohne blicken.

Preis und Verfügbarkeit

Die Parrot Disco soll noch im August 2016 erhältlich sein. Die unverbindliche Preisempfehlung für die Drohne inklusive Skycontroller 2 und Cockpitglasses liegt bei 1299 Euro. Die 58 x 115 Zentimeter große Drohne wiegt 750 Gramm und liegt damit über der angedachten Grenze von 500 Gramm und wäre bei einer entsprechenden gesetzlichen Regelung registrierungspflichtig.


Weitere Artikel zum Thema
Poké­mon GO: Letz­tes Update deutet auf Mons­ter der 2. Gene­ra­tion hin
Michael Keller
Her damit !13Schon bald könnte Pokémon GO um neue Monster bereichert werden
In Pokémon GO könnten bald neue Monster auftauchen – der Code des letzten Updates liefert erneut Hinweise auf die zweite Generation.
Netflix: Fünfte Staf­fel "House of Cards" verspä­tet sich
1
Her damit !5Die Netflix-Serie "House of Cards" lief hierzulande bislang zuerst bei Sky
"House of Cards" kommt später: Netflix hat den Release der fünften Staffel verschoben, was der Anbieter "nebenbei" in seinem Geschäftsbericht anmerkt.
YouTube: App für iOS und Android bietet nun eige­nen Messen­ger
Michael Keller
YouTube Messenger
Google führt ein neues Feature für YouTube ein: Nutzer der App in Kanada können bereits über den integrierten Messenger Videos teilen.