PayPal torpediert Apple Pay mit iCloud-Leak-Anspielung

PayPal hat seine eigene Lösung für das Bezahlen mittels Smartphone
PayPal hat seine eigene Lösung für das Bezahlen mittels Smartphone(© 2014 CURVED)

Wenn zwei sich streiten, freut sich die Smartphone-Gemeinde: Mit einer Anspielung an die aus Apples Cloud-Service geklauten Nackt-Selfies zahlreicher US-Prominenter attackiert PayPal Apples Bezahlsystem Apple Pay. Dabei beweist der global führende Zahlungsdienstleister durchaus Sinn für Humor.

„Wir, das Volk, wollen, dass unser Geld sicherer ist, als unsere Selfies." Mit diesen Worten spielt PayPal per ganzseitiger Anzeige in der New York Times auf den Nacktbilder-Skandal und den damit verbundenen angeblichen iCloud-Leak an, bei dem Hunderte von pikanten Prominenten-Fotos im Internet zu sehen waren. Gleichzeitig schießt PayPal damit ganz bewusst gegen Neu-Konkurrent Apple Pay.

Let's enjoy our money, not worry about it. #paypalit for a safer and more secure way to pay: http://t.co/DFAH3bqniS. pic.twitter.com/e5udR8zGBJ
— PayPal (@PayPal) 15. September 2014

Die Werbekampagne soll die Frage aufwerfen, wie jemand einem Unternehmen in einer so wichtigen Sache wie Bezahlung vertrauen kann, wenn nicht mal seine Selfies dort sicher sind. Seit dem Anschlag hat sich Apple sehr bemüht, darauf hinzuweisen, dass das Leck auf schwache Benutzernamen und Passwörter zurückzuführen sei. Kein Wunder, dass Apple auf seiner Apple Pay-Website detailliert auf die Sicherheitsvorkehrungen des neuen Service eingeht.

Apple Pay eine Bedrohung für PayPal?

Es ist keine große Überraschung, dass PayPal nun auf subtile Art und Weise versucht, Apple anzugreifen. Immerhin droht ein extremer Konkurrenzkampf zwischen den beiden Unternehmen. Beide arbeiten mit ihren Bezahlsystemen in einer sehr ähnlichen Weise. Dass PayPals aktuelle Werbekampagne nicht gerade besonders sachlich daher kommt, zeigt vielleicht auch, wie das Unternehmen Apple Pay tatsächlich sieht: nämlich als große Bedrohung für das eigene Geschäft.


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