PC als Auslaufmodell? Nicht mehr die Lead-Plattform für Games

Der PC ist ein Auslaufmodell. Nein, so weit wollen wir nicht gehen, zumindest nicht generell. Aber was Spiele anbelangt setzen zumindest die Entwickler von id software eher auf Konsolen als auf den Computer. So zumindest lassen sich die Äußerungen von Tim Willits und John Carmack von id software deuten.

Tim Willits erklärte in einem Interview mit Kotaku die Schwierigkeiten, die es mit der PC-Version von RAGE gab damit, dass man den PC nicht als die führende und wichtige Plattform angesehen habe. Der Shooter hatte auf dem PC mit Schwierigkeiten mit verschiedenen Grafikkartentreibern zu kämpfen und musste dafür viel Kritik einstecken. Auf der PlayStation 3 und der Xbox 360 lief hingegen alles prächtig.

Ähnlich verhält es sich bei Doom 4, ebenfalls von id software. Auch hier liegt der Fokus der Entwicklung auf der Version für Konsolen. Die Umsetzung für den PC kommt erst danach dran. Umgekehrt würde man für den PC entwickeln und müsste dann bei der Konsolen-Version Abstriche machen.  John Carmack räumte zwar ein, dass der PC an den Ressourcen gemessen zehnmal stärker sei als die Konsolen, dass man jedoch mit den Konsolen-Versionen von RAGE ein deutlich größeres Publikum anspricht als mit der PC-Version. Und daher ist natürlich der Fokus bei der Entwicklung auch ganz klar auf der Konsole.

Carmack sieht die Qualität eines Spiels darin begründet, wie viel Anstrengung und Mühe in die Entwicklung und das Design gesteckt wird und nicht in der Hardware, auf die der entsprechende Titel läuft. Und auch wenn viele Core-Gamer, die lieber am PC als auf der Konsole zocken, dadurch verärgert sind, wird id software den Fokus auf Konsolen beibehalten.