PC-Markt bricht ein

Schlechte Zeiten für PC-Hersteller: Im ersten Quartal 2011 brach der PC-Absatz in Westeuropa deutlich ein. 14,71 Millionen PCs wurden verkauft, das entspricht im Vergleich zum Vorjahresquartal einem Rückgang um 17,8%. Das geht aus einer Studie des Marktforschungsinstituts Gartner hervor.

Wieder einmal der große Gewinner: Apple. Der Konzern aus Cupertino konnte als einziger mehr Geräte an den Mann bringen als im Vorjahresvergleich. Damit überholt Apple Toshiba und rückt in die Top 5 der PC-Verkäufer auf. Diesen Zugewinn erreichte Apple vor allem auf Grund der steigenden Beliebtheit der iMacs oder Macbooks, die mittlerweile auch in immer mehr Privathaushalten Einzug finden.

Ganz besonders hart getroffen hat es Acer, mit fast einem Drittel weniger an verkauften PCs. Auch Dell musste schmerzliche Verluste einfahren. Weiter an der Spitze ist HP. Doch Hewlett-Packard musste im wichtigen Bereich Notebooks einen Einbruch von 25% hinnehmen.

Zurückführen lassen sich die Einbußen bei den PC-Verkäufen laut Gartner auf überschüssige Geräte, die sich seit dem Jahresende 2010 angesammelt hatten und erst abverkauft werden mussten. Der Abwärtstrend von 2010 hat sich fortgesetzt, so dass die Bestände recht langsam abgebaut wurden und das saisonale Wachstum niedriger ausgefallen ist, als erwartet wurde.

Außerdem, so die Experten von Gartner, kaufen viele Verbraucher derzeit eher Tablet-PCs (die in den Zahlen der Gartner-Studie nicht berücksichtigt wurden) als Notebooks oder Netbooks und zögern auch den PC-Kauf länger hinaus.

Auf dem deutschen PC-Markt sind die Einbrüche etwas niedriger ausgefallen. 2,8 Millionen verkaufte PCs bedeuten 16,5% weniger als im ersten Quartal 2010. Auch hierzulande ist vor allem der Verkauf von Note- und Netbooks deutlich zurückgegangen. In Deutschland musste Acer mit einem Rückgang von 45,8% den Spitzenplatz unter den PC-Herstellern an HP abgeben. Eindeutiger Gewinner ist Samsung mit einem Absatz-Plus von 29%.