Pharrell-Anwalt droht YouTube mit Milliarden-Klage

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Pharrell Williams ist nicht "Happy": wenden sich die Stars von YouTube ab?
Pharrell Williams ist nicht "Happy": wenden sich die Stars von YouTube ab?(© 2014 CC: Flickr/Thomas Hawk)

Von wegen "Happy": Pharrell Williams' Anwalt Irving Azoff will unzählige Videos von YouTube löschen lassen – nämlich sämtliche Clips, die Material aus 20.000 Songs seiner Klienten enthalten. Ansonsten droht der Star-Anwalt damit, den Fall in einer potenziellen Milliarden-Dollar-Klage vor Gericht zu bringen, meldet The Hollywood Reporter.

Der Streit dürfte zigtausende Clips umfassen, denn allein Pharrell Williams' Mega-Hit "Happy" kursiert in unzähligen Video-Interpretationen auf YouTube. Überdies will Azoff mit seinem Vorgehen gegen die Google-Tochter für 41 weitere seiner namhaften Klienten sprechen, darunter beispielsweise John Lennon, Chris Cornell oder The Eagles. Der Vorwurf lautet schlicht, dass YouTube nicht über die entsprechenden Rechte verfüge, die betreffenden Songs zu spielen. Izoff wandte sich schon einmal mit diesem Anliegen an YouTube, nämlich direkt nach der Ankündigung seines Abo-Dienstes Music Key.

Wer muss hier auf wen zugehen?

Der Fall ist allerdings nicht unkompliziert: Bevor Izoff die Vertretung übernommen hat, wurden viele der betroffenen Künstler von anderen Institutionen repräsentiert, die mitunter eine Art Blanko-Lizenz an YouTube vergeben haben sollen. Eben diese will YouTube weder Izoffs Kanzlei Global Music Rights, noch die jeweiligen Künstler einsehen lassen. Daraus folgern diese nun den Vorwurf, dass YouTube sich aus gutem Grund bedeckt hält, da es die entsprechenden Lizenzen schlicht nicht vorweisen könne.

YouTube auf der anderen Seite beruft sich darauf, Rechteinhabern die Möglichkeit zum Meldungen von Copyright-Verletzungen anzubieten, in deren Folge als schuldig identifizierte Clips von der Plattform entfernt werden. Eben dieses Vorgehen verlangt man nun von Izoff – also nicht nur die Auflistung des Song-Katalogs, sondern den konkreten Beleg von Videos, in denen diese unrechtmäßig zu hören sind. Die Gegenseite sieht hier allerdings nicht sich in der Bringschuld, sondern YouTube in der Pflicht, im Bedarfsfall selbstständig Lizenzen zu erwerben.


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