Pixel 3 XL: Was wir über Googles Top-Smartphone wissen

Das Pixel 2 (Bild) erhält bald einen Nachfolger – der offenbar schon auf dem Schwarzmarkt zu haben ist
Das Pixel 2 (Bild) erhält bald einen Nachfolger – der offenbar schon auf dem Schwarzmarkt zu haben ist(© 2017 CURVED)

Voraussichtlich enthüllt Google das Pixel 3 und das Pixel 3 XL schon Anfang Oktober 2018. Gerade über die XL-Version sind in den letzten Monaten viele mutmaßliche Details durchgesickert. Diese vermitteln uns einen guten Eindruck davon, was das Smartphone bieten könnte und wie es womöglich aussieht.

Große Notch und Dual-Frontkamera?

Gleich mehrere Leaks deuten darauf hin, dass Google das Pixel 3 XL mit einer Notch ausstattet. Dabei handelt es sich um eine Aussparung am oberen Rand des Displays, die Frontkamera, Lautsprecher und Sensoren enthält. Beispielsweise das Huawei P20 Pro und das iPhone X setzen ebenfalls auf eine Notch. Geleakten Bildern zufolge soll das Pixel 3 XL allerdings eine sehr dicke Notch haben, die etwas tiefer in das Display hineinragt, als es bei Modellen anderer Hersteller der Fall ist.

Eine mögliche Erklärung für das Design der Notch: Angeblich kommt das Google Pixel 3 XL mit einer Dual-Frontkamera, die dementsprechend mehr Platz auf der Vorderseite benötigen dürfte. Zudem soll der Lautsprecher am oberen Bildschirmrand nicht nur für Telefonate gedacht sein, sondern auch für Stereo-Ton. Dieser könnte dadurch größer ausfallen als bei Geräten, die dieses Feature nicht bieten.

Pixel 3 XL soll sich am Vorgänger orientieren

Offenbar hat Google sich in einigen Punkten an dem Google Pixel 2 XL aus dem Jahr 2017 orientiert. Erneut soll die Rückseite ein Design aufweisen, das einen helleren und einen etwas dunkleren Farbton enthält. Im Netz sind Fotos zu sehen, die mutmaßlich die weiße Variante zeigen. Etwas weniger als ein Viertel der Rückseite ist dabei in einem eher gräulichen Ton gehalten.

Zudem ist auf Bildern ein Fingerabdrucksensor zu erkennen, der sich auf der Rückseite in der Mitte befindet. Anstatt dem Trend zur Hauptkamera mit zwei oder drei Linsen zu folgen, setzt Google angeblich erneut auf nur ein Objektiv – zumindest das Pixel 2 hat mit einem solchen Aufbau eine Spitzenplatzierung im Test der Kamera-Experten von DxO erhalten.

Das Google Pixel 2 XL (Bild) hat Android Pie bereits erhalten – das Pixel 3 XL dürfte diese Version also ab Werk bieten.(© 2018 Curved)

Top-Ausstattung mit vergleichsweise wenig RAM

Es wird erwartet, dass Google in dem Pixel 3 XL Technik verbaut die eines Premium-Modells würdig ist. Voraussichtlich wird das Smartphone von einem Snapdragon 845 angetrieben – dem aktuellen Top-Chipsatz von Qualcomm. Das Display soll ganze 6,2 Zoll in der Diagonale messen und mit 2960 x 1440 Pixeln auflösen. Wie viel Speicherplatz das Smartphone mitbringt, ist bislang noch nicht bekannt. Es werden allerdings Varianten mit 64 GB und 128 GB internem Speicher erwartet.

Beim Arbeitsspeicher soll allerdings alles beim Alten bleiben. Wie sein Vorgänger soll das Pixel 3 XL "nur" 4 GB RAM mitbringen – also durchaus weniger als einige andere Flaggschiffe. Das OnePlus 6 gibt es etwa in einer Ausführung mit 8 GB Arbeitsspeicher, das Huawei P20 Pro bringt 6 GB RAM mit. Selbst mit 4 GB Arbeitsspeicher dürften nahezu alle Apps problemlos auf dem Pixel 3 XL laufen. Derzeit heißt es nur, dass "Fortnite" relativ viel Arbeitsspeicher benötigt – das könnte sich aber bis zum Ende der Beta-Phase des Spiels noch ändern.

Ein Video soll uns zudem bereits ein Unboxing des Google Pixel 3 XL zeigen. Den Aufnahmen zufolge liegen dem Smartphone "Google Pixel Buds" bei – also kabelgebundene Kopfhörer. Diese verfügen über einen USB-C-Anschluss. Für klassische Kopfhörer ist demnach kein Klinkenanschluss vorhanden. Zudem deutet der Clip darauf hin, dass auf dem Smartphone ab Werk Android Pie vorinstalliert ist – wovon aber bereits auszugehen war. Immerhin gibt es die neue Version des Betriebssystems schon als Update für die Vorgänger.

Pixel 3 XL angeblich schon auf Schwarzmarkt erhältlich

Viele Bilder, die das Google Pixel 3 XL zeigen sollen, stammen offenbar aus dem russischen Raum. 9to5Google liefert eine mögliche Erklärung dafür: Angeblich sind Schwarzmarkthändler aus der Ukraine bereits an ein paar Exemplare gekommen, die sie über den Messenger Telegram an den Mann bringen wollen. Gleich 2000 Dollar sollen die dubiosen Händler für ein Smartphone verlangen. Die Ware ist sehr wahrscheinlich gestohlen.

Laut 9to5Google ist es Fakt, dass viele Leaks zum kommenden Google-Top-Smartphone von Personen stammen, die eines der Schwarzmarkt-Geräte gekauft haben. Diese Modelle sollen aber noch nicht final sein und aus der Vorproduktion stammen. Womöglich ändert der Suchmaschinenriese also noch Kleinigkeiten an dem Smartphone vor dessen Veröffentlichung – wie etwa das Design der Notch. Vielleicht wird auch noch die Größe des Arbeitsspeichers angepasst. Sofern die Gerüchte zum Vorstellungstermin der Wirklichkeit entsprechen, wissen wir das alles dann spätestens am 4. Oktober.

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