PlayStation 4: NextGen-Konsole vorgestellt – aber nicht gezeigt

Spannend hat es Sony gemacht die letzten Tage, bevor nun am 20. Februar 2013 endlich die neue PlayStation 4 bei einem Presse-Event in New York vorgestellt. Und obwohl die Japaner recht ausführliche Einblicke in die Technik und Ausblicke auf neue Spiele gegeben haben, bleiben doch viele Fragen offen. Zum Beispiel, wie die neue Konsole aussehen wird. Denn trotz einer rund zweistündigen Präsentation hat Sony die PlayStation 4 nicht ein einziges Mal gezeigt.

PlayStation 4: „Hochgezüchtete PC-Architektur“

Bei der verbauten Technik nähert sich Sony mit der PlayStation 4 dem PC und beschreibt die neue Konsole auch direkt mit dem Schlagwort „hochgezüchtete PC-Architektur“. So sollen die Grafiken auf der neuen Konsole noch realitätsnäher werden. Der Motor der PS4 ist eine Achtkern-CPU von AMD, die auf der x86-Architektur basiert. Dazu kommen eine AMD Radeon GPU und satte 8 GB Arbeitsspeicher (GDDR5 Unified RAM) sowie eine lokale Festplatte, deren Größe Sony nicht genannt hat. Mit an Bord sind darüber hinaus USB-3.0-Anschlüsse, WLAN, Bluetooth, Gbit-Ethernet, Analog-AV, SPDIF sowie ein HDMI-Anschluss.

Keine Wartezeiten und viele soziale Komponenten

Besonderes Augenmerk legte Sony bei der Präsentation der PlayStation 4 auf zwei Dinge: die soziale Infrastruktur und die Tatsache, dass es kaum noch Wartezeiten geben wird. Die NextGen-Konsole soll demnach kaum Zeit benötigen, um hochzufahren – erinnert uns ein bisschen an Windows 8 – sondern quasi sofort und auf Knopfdruck einsatzbereit sein. Und auch sonst soll man nicht großartig warten müssen, da die PS4 so leistungsstark sein wird, dass man keine Wartezeiten bei Downloads, Patches und Updates mehr in Kauf nehmen muss. Denn während die Inhalte fertig heruntergeladen werden, kann man bereits (weiter)spielen.

Die PlayStation 4 hat Sony nicht gezeigt, dafür aber den neuen Dual Shock Controller. (Bild: Sony)

Inhalten teilen, streamen, zeigen

Dass die soziale Komponente im Fokus der PlayStation 4 stehen wird, überrascht wohl eher weniger. Dank Facebook sind wir es ja inzwischen gewohnt, alles mit der Welt zu teilen. Und das soll auch mit der neuen Sony-Konsole möglich sein bzw. gehört zu einem der wichtigsten Features. Daher bekommt bereits der Controller einen Share-Button, der das Teilen von Inhalten so einfach wie möglich macht. Darüber hinaus speichert die PS4 automatisch die letzte Minute eines Spiels als Video ab, sodass man besondere Erfolgserlebnisse direkt via Share-Button mit Freunden teilen und sich als Held feiern lassen kann.

Zentrales Element der PS4: Streaming-Plattform Gaikai

Die PlayStation 4 unterstützt wie erwartet auch die Streaming-Plattform Gaikai, die Sony im letzten Jahr übernommen hatte. Und das ist dann auch eines der zentralen Features der NextGen-Konsole. Denn dank Gaikai können nicht nur Inhalte geteilt werden, sondern man kann komplette Spiele von Freunden wie einen Film verfolgen. Eine clevere Idee: Spiele können mit Hilfe des Streaming-Dienstes auch von Freunden weitergespielt werden. Das ist vor allem dann interessant, wenn man an einer Stelle hängt und einfach nicht mehr weiterkommt. In diesem Fall kann man diese Stelle von einem Freund durchzocken lassen und danach ganz ohne Frust wieder selbst weitermachen.

PS3-Spiele via Gaikai auf die PS4 streamen

Gaikai steht noch ganz am Anfang. Im Laufe der Zeit soll der Dienst weiter ausgebaut werden. Dank Gaikai bekommt der Spieler auch die Möglichkeit, PS4-Spiele auszuprobieren, bevor man sich für einen Kauf entscheidet. Und da die PlayStation 4 nicht abwärtskompatibel ist, sprich: man keine Games der PS3 auf der neuen Konsole laden kann, ist Gaikai ein weiteres wichtiges Tool. Denn dank der Streaming-Technologie kann man Spiele der PS1, PS2 und der PS3 aus der PlayStation Cloud auf die PlayStation 4 streamen und somit auch seine alten Lieblingsspiele weiterhin zocken, ohne dass man dafür vier Konsolen im Wohnzimmer aufstellen muss.