PlayStation 4: NextGen-Konsole vorgestellt - Teil 2

Fünf Jahre hat Sony an Entwicklungszeit in die PlayStation 4 investiert. Am 20. Februar 2013 präsentierten die Japaner schließlich das Ergebnis – oder zumindest einen Teil davon. Denn die Konsole gezeigt hat man nicht auf der Presseveranstaltung in New York, dafür aber schon einiges an Details verraten. Dennoch blieben viele Fragen offen.

PlayStation Vita als Element der PS4

Interessant ist das Konzept, das Sony mit der PlayStation Vita verfolgt. Hier scheint man sich ein bisschen an Nintendo und der Wii U orientiert zu haben, denn auf der PS4 angefangene Spiele sollen nahtlos auf der PS Vita weitergezockt werden können. Außerdem soll es eine PlayStation App geben, mit der Inhalte auch auf iOS-Devices und Android-Geräte gestreamt werden können. Mit Hilfe der App kann man außerdem im PlayStation Store einkaufen können und bekommt Zusatzinformationen zu Games während des Spielens angezeigt.

Der neue Controller der PlayStation 4 bekommt einen Share-Button und ein Touchpad. (Bild: Sony)

Controller und Kamera

Während man die PlayStation 4 selbst bei der gestrigen Präsentation nicht zu Gesicht bekam, zeigte Sony immerhin den neuen Controller. Optisch sieht er dem alten Dual Shock Controller zwar ähnlich, doch der PS4 Controller kommt mit einem Touchpad und dem bereits erwähnten Share-Button. Außerdem hat Sony eine stereoskopische Kamera gezeigt, die PlayStation 4 Eye heißen wird. Sie erinnert ein wenig an Microsofts Kinect und soll nicht nur die Bewegungen des Spielers erkennen, sondern auch auch das Einloggen per Gesichtserkennung ermöglichen.

Statt der Konsole hat Sony den Controller und die neue Kamera für die PS4 gezeigt. (Bild: Sony)

Spiele für die PlayStation 4

Großes Interesse galt natürlich auch den Spielen, die für die NextGen-Konsole kommen werden. Und hier gab es wohl auch die größte Überraschung des Abends, denn Blizzard kündigte an, Diablo 3 für die PlayStation 4 umsetzen zu wollen. Dabei wird es einen neuen Koop-Modus geben, bei dem vier Spieler gemeinsam losziehen können. Das erste Spiel für die PS4 wird Knack, ein Action-Spiel mit Comic-Grafik. Ubisoft zeigte einige neue Spielszene aus Watch Dog und wie erwartet wurde auch der Ego-Shooter Killzone - Shadow Fall für die PS4 gezeigt. Außerdem darf man für die PlayStation 4 noch inFamous Second Sun, Driveclub sowie das Puzzle-Spiel The Witness von Indie-Entwickler Jonathan Blow erwarten. Ach ja, und auch Destiny, das Spiel, mit dem Entwickler Bungie den Ego-Shooter neu erfinden will, wird für die PS4 erscheinen.

Diablo 3 kommt erstmals auf eine Konsole. (Bild: Blizzard)

Viele unbeantwortete Fragen

Zum Ende der Präsentation der PlayStation 4 blendete Sony noch den Schriftzug „Holiday 2013“ ein. Das lässt darauf schließen, dass die NextGen-Konsole pünktlich zum Weihnachtsgeschäft auf den Markt kommt. Konkret geäußert hat man sich dazu jedoch nicht. Obwohl Sony also schon eine ganze Menge gezeigt hat, bleiben viele Fragen noch unbeantwortet. Wie wird die neue Konsole denn nun eigentlich aussehen? Kommt sie auch in Europa schon zu Weihnachten 2013 auf den Markt oder erst später? Wie läuft das mit dem Streamen von Spielen älterer Konsolen-Generationen auf die PS4, kostet es extra? Was wird die PlayStation 4 überhaupt kosten? Und soll es tatsächlich mehrere Versionen davon geben? Wir gehen davon aus, dass Sony sich noch einige Informationen für die E3 aufgehoben hat, vielleicht auch, um nicht zu viel zu verraten und der Konkurrenz, sprich: Microsoft eine Chance zu geben, die ebenfalls für dieses Jahr erwartete Xbox 720 noch entsprechend anzupassen. Man darf also weiterhin gespannt sein, welche Neuigkeiten uns zur PS4 in diesem Jahr noch erwarten.