PlayStation 4 Pro: Diese Games rechtfertigen das Upgrade

"Horizon Zero Down" profitiert von der Zusatzleistung der PS4 Pro.
"Horizon Zero Down" profitiert von der Zusatzleistung der PS4 Pro.(© 2017 Sony)

PS4 Slim oder doch die Pro-Variante? Falls ihr nicht wisst, zu welchem der beiden PlayStation-Modelle ihr greifen sollt – wir erleichtern euch die Entscheidung. Mit neun Spielen, die dank der Zusatzleistung besonders sexy aussehen.

Seit über einem Jahr ist die PlayStation 4 Pro erhältlich. Seitdem wächst die Liste der Spiele, die die zusätzliche Leistung für sich zu nutzen wissen, kontinuierlich an. Über 200 Titel profitieren mittlerweile von der Extra-Power – und nicht immer nur im Detail. Falls ihr trotzdem noch nicht überzeugt seid, warum ihr von der Standard-PS4 auf die Pro-Version wechseln solltet, haben wir hier neun handverlesene Gründe für euch. Übrigens braucht ihr nicht zwingend einen 4K-Fernseher, um in den Genuss schönerer Grafik und flüssigeren Gameplays zu kommen, aber das nur am Rande.

Die Spiele in der Übersicht:

"Horizon Zero Dawn"

Okay, machen wir uns nichts vor: Die Exklusivtitel der PS4 profitieren natürlich am meisten von dem Leistungsschub der Pro. Allen voran das Vorzeigespiel 2017 "Horizon Zero Dawn". Der jüngste Titel von Guerrilla Games, die vorher hauptsächlich mit "Killzone" von sich reden machten, überraschte nicht nur die Fachpresse. Die ohnehin schon tolle Grafik der Standard-PS4 brilliert auf der PS4 Pro dank stabiler Bildrate, höherer Auflösung und mehr Details in den Texturen. Wie gut "Horizon Zero Dawn" aber tatsächlich aussieht, vornehmlich in Bewegung, lässt sich mit Worten gar nicht beschreiben – das müsst ihr gesehen haben. Wenn ihr nur einen Titel sucht, der das Upgrade rechtfertigt, habt ihr ihn jetzt gefunden.

"Destiny 2"

Als Multiplattform-Titel angelegt konnte sich Entwickler Bungie bei "Destiny 2" nicht ausschließlich auf die Hardware der PlayStation 4 fokussieren. Dennoch überzeugt der Shooter grafisch in jedem Detail. Die PS4 Pro erfreut das Auge mit hochskalierter 4K-Auflösung, die sich dynamisch anpasst, und einem erhöhtem Dynamikumfang für größere Helligkeitsunterschiede zwischen dunklen und hellen Bereichen (HDR). Zudem sorgt der anisotrope Filter für realistische Tiefenunschärfe bei weiter entfernten Objekten. Dass die Bildrate trotzdem auf 30 fps beschränkt bleibt, ist dem Wettbewerb geschuldet. Denn mehr Bilder pro Sekunde würden im Multiplayer für einen unfairen Vorteil gegenüber den PS4-Spielern sorgen.

"Gran Turismo Sport"

Nicht umsonst bewirbt Microsoft die Power der Xbox One X mit "Forza Motorsport 7". Rennspiele eignen sich hervorragend, um die grafische Potenz einer Konsole zu demonstrieren. So auch "Gran Turismo Sport" für die PlayStation 4. Die Rennsimulation spielt sich nicht nur ultrarealistisch, sie sieht auch noch beinahe aus wie eine Fernsehübertragung. Die auf der PS4 Pro hinzugewonnene Bewegungsunschärfe vermittelt ein intensives Geschwindigkeitsgefühl, das sich bis vor den Bildschirm überträgt. Die zusätzliche Kantenglättung der detailverliebten Fahrzeugmodelle, die höhere Auflösung von 1800c (statt 1080p), die butterweichen 60 Bilder pro Sekunde und HDR sind da nur das i-Tüpfelchen.

"Hellblade: Senua's Sacrifice"

Ohne großen Publisher im Rücken haben Ninja Theory mit "Hellblade: Senua's Sacrifice" ein Spiel veröffentlicht, das nicht nur erzählerisch zu den stärksten in diesem Jahr gehört. Die visuelle Wucht bezieht die in der nordischen Mythologie angesiedelte Heldenreise von Senua unter anderem aus den originellen Schauplätzen und der – es lässt sich kaum anders formulieren – grandios in Szene gesetzten Protagonistin. Senua sieht vor allem in der Nahaufnahme so realistisch aus, das man unweigerlich mit ihr mitleidet. "Hellblade" bietet Pro-Spielern die Wahl zwischen einer höheren Auflösung (1440p) bei 30 bis 40 Bildern pro Sekunde oder 60 fps bei niedrigerer Auflösung für flüssigeres Gameplay.

"Uncharted: A Thief's End" & "The Lost Legacy"

Für Spiele wie die "Uncharted"-Reihe hat Sony den Share-Knopf auf der PS4-Controller erfunden. Fast jede Szenerie gleicht einem Abenteuerurlaub, den man visuell konservieren möchte. Auf der PS4 Pro kommen diese "Urlaubsfotos" dank höherer Auflösung (1440p) und größerem Kontrastumfang (HDR-Unterstützung) noch besser zur Geltung. Kein Wunder, dass die Festplatte sich plötzlich meldet, weil kein Platz mehr ist. Wer mag, kann sich die Screenshots auch auf einen USB-Stick ziehen und in der Drogerie des Vertrauens ausdrucken lassen. Einfach ins Foto-Album einkleben und sich beim nächsten Familienbesuch als Weltenbummler präsentieren.

"Resident Evil 7" (auch in VR)

Herrje, "Resident Evil 7" ist auch in Full-HD auf der PS4 schon eine echte Mutprobe. Mehr Details, eine höhere Auflösung und HDR intensiveren den Schock auf der Pro im wahrsten Sinne des Wortes. Für noch mehr Angstschweiß besucht Familie Baker doch "zum Spaß" mal mit der PSVR samt PS4 Pro. Die zusätzliche Performance sorgt für ein gleichbleibend scharfes Bild in alle Richtungen. So seht ihr noch früher, wenn euch was von der Seite anspringt – leider.

"Rise of the Tomb Raider: 20 Year Celebration"

Die Jubiläumsedition zu "Rise of the Tomb Raider" protzt geradezu mit optischen Neuerungen auf der PS4 Pro. Während sich die Standard-PS4 mit Full-HD bei maximal 30 Bildern pro Sekunde – teilweise sogar weniger – zufriedengeben muss, haben Pro-Spieler die Wahl zwischen drei Präferenzen: hochskaliertes 4K mit stabilen 30 fps, Full-HD mit 40 bis 60 fps oder Full-HD mit mehr Details, anisotropen Filtern, realistischer Tiefenunschärfe und einem höherem Detailgrad – um nur ein paar der visuellen Verbesserungen zu nennen. Und das bei einem Spiel, das ohnehin schon großartig aussieht.

"Wolfenstein 2: The New Colossus"

Wolfenstein 2 zählt auf mehreren Ebenen definitiv zu den besten Shootern des Jahres 2017. Aber darum soll es hier nicht gehen. Denn schon visuell geizt der überaus brachiale Ego-Shooter nicht mit Schauwerten. Der Feldzug von B.J. Blazkowicz gegen die Schergen des Regimes profitiert durch die Pro-Power mit einen höheren Auflösung von 1440p, verbesserter Bewegungsunschärfe, die vor allem in den schnellen Gefechten zur Geltung kommen, sowie anisotropen Filtern und plastischem Licht- und Schattenwurf. Da macht es gleich noch viel mehr Spaß, den Naz..., pardon, Bösen den Seitenscheitel mit dem Beil zu ziehen.

"Star Wars Battlefront 2"

Ja, "Star Wars Battlefront 2" ist nicht ohne Fehler. Aber atmosphärisch kommt ihr momentan nicht dichter an das Star-Wars-Gefühl der Filme heran. Visuell und akustisch steht die Geschichte rund um Iden Versio dem Leinwandvorbild in nichts nach. 1440p, 60 fps, HDR, verbesserte Lichteffekte, höherer Detailgrad, realistische Schatten – was Dice mit der PS4 Pro da noch aus der Frostbite Engine 2 herauskitzelt, ist ein wahrer Augenschmaus. Und selbst wenn die Story nach fünf bis sechs Stunden durchgespielt ist – schon Mitte Dezember bringt EA kostenlos es ein neues Kapital für Solisten heraus. Besser lässt sich die Zeit bis zum Kinostart von "Star Wars : Die letzten Jedi" am 14. Dezember nicht überbrücken.

Noch mehr Gaming-Themen

Ihr seid noch unentschlossen, was ihr von "Star Wars Battlefront 2" halten sollt? Dann lest ihr am besten hier unseren Test dazu. Falls ihr am Wochenende Besuch bekommt, schaut euch unbedingt unsere Tests zu "Hidden Agenda" und "Wissen ist Macht" für die PlayStation 4 an. Allerdings auf eigene Gefahr: Es kann sein, dass der Besuch danach zum letzten Mal bei euch war.