PlayStation 5: Konsole könnte teuer werden, sehr teuer

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Die PlayStation 5 könnte zu Weihnachten in den Handel kommen
Die PlayStation 5 könnte zu Weihnachten in den Handel kommen(© 2019 LetsGoDigital)

Wir sind im Jahr der Next-Gen-Konsolen: Die PlayStation 5 und Xbox Series X kommen auf den Markt. Käufer der PS5 müssen aber eventuell tiefer in die Tasche greifen als bisher gedacht. Sony soll ein Problem mit den Produktionskosten haben – und diese könnten sich im Preis widerspiegeln.

Die Herstellungskosten der PlayStation 5 scheinen höher zu sein als zunächst von Sony erwartet. In der Produktion soll ein Gerät 450 US-Dollar (rund 415 Euro) kosten, berichtet die US-Nachrichtenagentur Bloomberg. Zum Vergleich: Die PlayStation 4 soll Schätzungen zufolge bei 381 US-Dollar gelegen haben, bei einem Verkaufspreis von 399 US-Dollar.

Sollte der Hersteller bei der PS5 nun die (bereits extrem kleine) Marge ansetzen wie bei der PlayStation 4, dann würde der Verkaufspreis der neuen Konsole bei mindestens 470 US-Dollar liegen. Dies wäre zugleich wohl auch der Preis in Euro. Zumindest setzte Sony bei der PS4 in Euro und US-Dollar den gleichen Preis an; ungeachtet der Umrechnungskurse.

Microsoft könnte den PS5-Preis drücken

470 Euro oder mehr für die PlayStation 5? Das wäre dann doch eine Hausnummer. Ob Sony einen solchen Preis letztendlich wirklich aufruft, hängt wohl auch von Microsoft ab. Das Unternehmen bringt in diesem Jahr ebenfalls eine neue Konsole auf den Markt, die Xbox Series X. Beide Produkte stehen in einem großen Konkurrenzkampf – und keiner will (unwesentlich) teurer sein als der andere.

Bei der Entscheidung des endgültigen Verkaufspreises der PS5 gilt Microsoft daher als Schlüsselfaktor. Denn Sony wolle zunächst abwarten, was die neue Xbox kostet. Ob sich Microsoft dasselbe denkt? Fakt ist: Einer muss in jedem Fall den Anfang machen.

Der Preis der PS4 stand damals im Februar fest, die Massenproduktion begann im Frühjahr und der Verkauf startete rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft. Da Microsoft seinen Preis mutmaßlich aber bis zur E3 im Juni zurückhält, müssen wir uns dieses Mal wohl noch etwas auf den Preis der PlayStation 5 gedulden.

Gewinn erst in Phase 2?

Dass beide Hersteller einen komplett astronomischen Preis ansetzen, scheint zum Glück vor dem Hintergrund ausgeschlossen, dass sie in der Regel ohnehin keinen großen Gewinn mit verkaufter Hardware machen. Diesen erzielen sie erst später mit Abo-Diensten und Lizenzen an Spielehersteller. Bei Sony gäbe es daher auch Stimmen, laut denen es besser sei, die PlayStation 5 mit Verlust zu verkaufen, um mit dem Preis von Microsoft mitgehen zu können. Würdet ihr die PS5 auch für fast 500 Euro kaufen?

Das Titelbild zeigt eine Grafik der Entwicklerversion von LetsGoDigital.


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