Pokémon GO: Diese zwölf Mythen sind kompletter Blödsinn

Weg damit !30
Es kursieren viele falsche Mythen über Pokémon GO.
Es kursieren viele falsche Mythen über Pokémon GO.(© 2016 CURVED)

Wir helfen Euch mit Tipps und Tricks zu Pokémon GO. Aber neben vielen hilfreichen Ratschlägen verbreiten sich unter der Spielern auch immer mehr Mythen über das Spiel. Wir klären zwölf davon auf, damit Ihr nicht länger jedem Blätterhaufen hinterher jagt.

Smartphone im Kreis drehen, um Eier auszubrüten

Um Eier auszubrüten muss man Strecke machen und Pokémon GO ist dabei sehr zurückhaltend mit der Zählung von Metern. Da liegt die Versuchung nahe der App mit Tricks Bewegung vorzugaukeln. Aber egal, ob Ihr die App auf einen Schallplattenspieler drehen lasst oder auf einem Roomba auf Reisen schickt: Für das GPS vom Smartphone ist das keine erkennbare Veränderung des Standorts – außer der Saugroboter fährt durch einen herrschaftlichen Landsitz.

Pokémon GO: Ein Ei ist fertig ausgebrütet.(© 2016 CURVED)

In jedem Blätterhaufen steckt ein Pokémon

Die aufgewirbelten Blätterhaufen auf der Karte verleiten zu der Annahme, dass sie von durch die Gegend laufenden Pokémon verursacht werden und ihren Aufenthaltsort verraten. Dem ist aber nicht so. Egal wie nahe Ihr einem Blätterhaufen kommt oder auch direkt drauf steht, gibt es keine Garantie, dass ein Pokémon erscheint. Wahrscheinlich sind die durch die Luft fliegenden Blätter nur ein grafisches Element, das die sonst sehr statische Karte etwas auflockern soll.

Pokéball nach Fehlwurf durch Antippen wieder einfangen

Ein einmal geworfener Pokéball ist weg. Falls ihr den Tipp hört, dass man ihn nach einem Fehlwurf durch Antippen wieder einsammeln könnte: Das stimmt nicht! Ihr könnt so viel auf Euren Touchscreen tippen wie Ihr wollt, aber ein geworfener Pokéball wird niemals in Euer Inventar zurückkehren.

"In der Nähe" ist grün umrandet, wenn Ihr zum nächsten Pokémon schaut

Auf der Karte von Pokémon GO leuchtet die Umrandung der kleinen "In der Nähe"-Anzeige in der unteren rechten Ecke gelegentlich grün auf. Dies ist aber kein Hinweis darauf, dass Ihr gerade in Richtung des am wenigsten entfernten Pokémon schaut. Wahrscheinlicher ist, dass das Leuchten allgemein auf ein Pokémon in der Nähe oder eine Veränderung in der Reihenfolge der Liste hinweist. Ganz sicher ist sich da noch niemand. Nur das Gerücht mit der Blickrichtung lässt sich ausschließen. Und egal, was das grüne Leuchten signalisieren soll, sehr präzise ist es dabei nicht. Da helfen die Fußabdrücke schon weiter, die Entfernungen von bis zu 40, 60 und 90 Metern anzeigen.

Diese Pokémon sind in der Nähe.(© 2016 CURVED)

Google Maps herunterladen für flüssigeres Spiel

Angeblich soll Pokémon GO flüssiger laufen und weniger Akku verbrauchen, wenn Ihr den Bereich in dem Ihr unterwegs seid, vorher bei Google Maps für die Offline-Nutzung heruntergeladen habt. Dem ist aber nicht so. Das Spiel läuft nicht schneller und es lässt sich auch kein positiver Effekt auf den Akku- und Datenverbrauch erkennen.

Geister-Pokémon auf Friedhöfen finden

Es klingt logisch, aber auf Friedhöfen findet Ihr keine Geister-Pokémon. Spieler, die diesen Mythos glaubten und sich stundenlang auf Friedhöfen herumtrieben, standen am Ende quasi mit leeren Händen da. Pokémon und Niantic werden kein Interesse daran haben, dass Horden von Spielern über Friedhöfe ziehen und die Totenruhe stören.

Die auftauchenden Pokémon sind vom Wetter abhängig

Bei Regen mehr Wasser-Pokémon, bei Gewitter mehr Elektro-Pokémon und wenn es windig wird mehr Flug-Pokémon: Nein! Das Wetter hat keinen Einfluss darauf, welches Pokémon erscheinen. Kein Spieler soll sich bei Sturm und Gewitter in Gefahr bringen, nur um ein Pokémon zu fangen. Welche Pokémon erscheinen hängt nur von Eurem Standort ab und da spielt das aktuelle Wetter keine Rolle – höchstens das allgemeine Klima. Sprich: An der Nordsee erwarten Euch andere Pokémon als in der brandenburgischen Steppe.

Einige Pokémon erscheinen nur bei Tag oder Nacht

Die Tageszeit hat keine Auswirkungen auf die Wahrscheinlichkeit, ob Ihr über einen Nebulak oder andere vermeintlich eher nachtaktive Pokémon stolpert. Ganz falsch ist die Aussage, dass man nachts andere Pokémon fängt aber nicht. An der Häufigkeit für bestimmte Typen ändert sich zwar nichts, allerdings gibt es einige Pokémon, die nur zu bestimmten Tageszeiten erscheinen.

Entwicklung von Evoli von Angriffsart abhängig

Evoli ist eines der wenigen Pokémon, das sich in drei verschiedene Arten entwickeln kann. Anders als im Originalspiel gibt es bei Pokémon GO keine Entwicklungssteine, die bestimmen ob es ein Aquana, Blitza oder Flamara wird. Kurzzeitig hielt sich das Gerücht, dass die Attacke die Weiterentwicklung des Evoli bestimmt. Doch durch Berichte vieler Spieler wurde klar, dass kein Zusammenhang besteht und die Entwicklung zu einem der drei Typen zufällig ist.

Bisher nicht widerlegt ist die Behauptung, dass der Name, den Ihr einem Evoli vor der Entwicklung gibt, Auswirkungen auf den nächsten Typen hat. Aus Pyro wird ein Flamara, aus Sparky wird ein Blitza und aus Rainer ein Vaporean.

Liste über die Seltenheit verschiedener Pokémon

Im Netz kursiert eine Liste, die Aussagen über die Häufigkeit von Pokémon macht. Allerdings hat ein Spieler sie nach wenigen Tagen erstellt und sie gibt deswegen keine allgemeine Auskunft über die Seltenheit von Pokémon. Sie gilt nur für ihn, bzw. für die Gegend in der er sich aufhält. In der nächsten Stadt kann die Verteilung schon ganz anders aussehen. Auch wenn die Liste im ersten Moment plausibel erscheint, sie ist nicht allgemeingültig.

Pokémon GO: Diese Liste hat keine allgemeine Gültigkeit.(© 2016 Reddit/RotomGuy)

Die PokéDrohne

Mit der Drohne auf Monsterjagd: Das klingt verlockend. Man muss sich nicht bewegen und kommt problemlos an Orte, die sonst nur schwer zu erreichen sind. Doch noch gibt es diese Drohne gar nicht und selbst wenn sie Realität werden sollte, ist ihr Einsatz sehr bedenklich. Denn sie täuscht der App einen anderen Standort für das Smartphone vor. Das erfordert technische Eingriffe, die die Sicherheit Eures Geräts gefährden und ist zudem ein Verstoß gegen die Regeln von Pokémon GO. Wer beim Schummeln erwischt wird, startet wieder bei Level 0 – und wer will das schon?

Unendliche Pokémünzen

Pokémünzen kosten echtes Geld oder erfordern viel Geduld beim täglichen Sammeln in Arenen. Da klingt es verlockend, sich mit einer Hack-App unendlich viele Pokémünzen zu besorgen. Doch Ihr solltet lieber die Finger von dieser und ähnlich dubiosen Apps lassen. Sie funktioniert nicht und was die App sonst noch so im Hintergrund treibt, will man lieber gar nicht wissen.


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