Polo Tech: Ralph Lauren testet smartes T-Shirt

Ralph Lauren Polo Tech
Ralph Lauren Polo Tech(© 2014 Ralph Lauren)

Der Bekleidungshersteller Ralph Lauren testet bei den US Open in New York das smarte T-Shirt "Polo Tech". Mehrere Balljungen und der Tennisspieler Marcos Giron tragen die eng anliegenden Nylon-Shirts mit eingearbeiteten Sensoren, deren Daten sich mit Hilfe einer iOS-App auslesen lassen.

Wenn selbst ein Armband stört, dann sind Sensoren im T-Shirt die passende Lösung, glaubt zumindest Ralph Lauren und testet sein smartes T-Shirt Polo Tech erstmals unter realen Bedingungen.

Marcos Giron ist die Nummer Eins der Tennispieler von den US-Colleges und nimmt bei den US Open erstmals an einem Grand Slam-Turnier teil. Er wird das Polo Tech nicht im Spiel, sondern nur während des Trainings tragen. Aber das ist ja auch der richtige Ort, um Bewegungen zu korrigieren und an der Atmung zu arbeiten. Die Balljungen werden das smarte T-Shirt dagegen länger anhaben.

Die enge Passform des T-Shirts mit dem großen gelben Polo-Spieler ist nötig, damit die Sensoren direkten Kontakt zum Körper haben, soll aber nach Angaben von Ralph Lauren auch die Durchblutung und Muskelentspannung erhöhen. In den Nylon-Stoff des Polo Tech sind biosensitive Silberfasern eingearbeitet, die die Herzfrequenz, die Atmung sowie die Bewegung überwachen und dabei auch Schritte und verbrannte Kalorien zählen.

Die Daten sammelt eine kleine "Black Box" mit einer Akkulaufzeit von 30 Stunden, die die Nutzer an Ihrem smarten T-Shirt befestigen müssen. Diese überträgt sie per Bluetooth an eine iOS-App auf einem iPhone oder iPad. Während das Shirt mit den Sensoren waschbar ist, ist der kleine Kasten nur wasserabweisend. Schweiß und leichter Regen sollen kein Problem darstellen, aber Schwimmer sollten sich für ein anderes Wearable entscheiden - wobei ein T-Shirt im Becken sowieso nur bremst.

Ralph Lauren entwickelte das smarte T-Shirt zusammen mit der kanadischen Firma OMsignal, die die entsprechende Technologie bereits im Mai 2013 vorstellte. Bei den US Open kommt das Wearable erstmals in einem größeren Rahmen zum Einsatz. Für den Bekleidungshersteller ist das Polo Tech nicht nur ein Sport- und Fitness-Accessoire, sondern soll zu einem alltäglichen Gegenstand werden.

Das finale smarte T-Shirt will das Unternehmen 2015 in den Handel bringen. Es soll bei Trägern aller Altersgruppen "das Wohlempfinden und die Lebensqualität erhöhen", wie David Lauren, der Senior Vice President of Advertising, Marketing and Public Relations, erklärt.


Weitere Artikel zum Thema
Zepp Play Foot­ball im Test: Fußball­spie­len wie die Profis
Marco Engelien
Der Zepp Play Football registriert jede Ballaktion am starken Fuß.
Einmal wie die Profis trainieren – mit dem Tracker Zepp Play Football ist das kein Problem. Er zeichnet Eure Leistungsdaten in Spielen auf. Der Test.
Samsung stellt Gear S3 als Taschen­uhr vor
Michael Keller3
Supergeil !5Links im Bild: Die Taschenuhr-Version der Samsung Gear S3
Samsung ist derzeit auf der Baselworld 2017 anwesend – und hat das Event zur Präsentation einer Gear S3-Taschenuhr genutzt.
"Assas­sin's Creed: Empire" schickt Euch voraus­sicht­lich nach Ägyp­ten
1
Her damit !6Ubisoft Montreal, das Studio hinter "Assassin‘s Creed IV: Black Flag", soll derzeit angeblich an "Empire" arbeiten.
Neue Gerüchte legen die Vermutung nahe, dass dieses Jahr ein neues "Assassin's Creed" erscheinen könnte. Möglicher Schauplatz: Ägypten.