Popcorn Time: Streaming-App plant VPN-Integration

Popcorn Time soll mit einem VPN die Anonymität der Nutzer wahren.
Popcorn Time soll mit einem VPN die Anonymität der Nutzer wahren.(© 2014 Time4Popcorn, CURVED Montage)

Das Angebot von Popcorn Time ist verlockend, aber nicht wirklich legal. Wer den Streaming-Dienst für Filme auf seinem Smartphone nutzt, riskiert mindestens eine Abmahnung der Rechteinhaber. Die App-Entwickler wollen mit einer VPN-Integration für mehr Anonymität sorgen.

Auf Anfrage von netzwelt.de teilten die Entwickler von Popcorn Time mit, dass sie ihre App "in nächster Zeit" mit einem VPN versehen würden. Das virtuelle private Netzwerk erhöhe die Anonymität der Nutzer noch mehr als die bereits eingesetzte Verschlüsselung des BitTorrent-Traffics.

Popcorn Time lockt mit einem großen und kostenlosen Angebot an Filmen und ist derzeit für iOS und Android verfügbar. Die App ist intuitiv gestaltet und Ladezeiten sowie Qualität der Streams können mit den legalen Bezahlangeboten mithalten - wie ein kurzer Test von CURVED ergab.

Die App nutzt jedoch die Peer-to-Peer-Technologie BitTorrent. Das bedeutet, dass Ihr die App beim Herunterladen der Filmdateien gleichzeitig zum Download anbietet und damit eine Urheberrechtsverletzung begeht. Anwälte haben bereits Abmahnungen an Nutzer von Popcorn Time verschickt. Die VPN-Integration würde die Ermittlung der IP-Adressen erschweren oder ganz verhindern und die Nutzer somit vor Abmahnungen schützen - so zumindest der Plan der App-Entwickler.


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