Praxistest: Screen Keeper, das digitale Bildschirmschloss

Mit freundlicher Unterstützung von getdigital.de wurde mir ein Screen Keeper zur Verfügung gestellt. Dies ist ein kleines Gadget, welches sich zum Ziel gesetzt hat unseren Bildschirm selbstständig zu sperren und automatisch wieder freizugeben.

Die Idee klingt so, als könnte sie mir meinen Büroalltag deutlich erleichtern. Sobald ich mich von meinem Arbeitsplatz entferne soll der Bildschirm ausgeschaltet werden und wenn ich zurückkehre wird alles wie von Zauberhand wieder aktiviert.

screenkeeper.com herunter oder bedient sich der beigelegten Mini-CD (Bitte nur verwenden, wenn euer Laufwerk dies verträgt.) Nun installiert man das kleine Tool. Danach vergibt man ein Notfall-Passwort und der Bildschirm wird auch prompt das erste Mal gesperrt.

Anschließend steckt ihr den USB-Empfänger in einen freien Anschluss und wartet, dass die Windows-Installation für neue Hardware abgeschlossen wird. An dem Sender-Clip schiebt ihr nun noch den Schieberegler auf ON und das soll es schon gewesen sein.

Nun funktioniert das Ganze also so, dass ihr den Clip neben den USB Stecker legt und euer Bildschirm wird entsperrt. Sollte dies mal nicht gehen, könnt ihr euch einfach mittels des Notfall-Passwortes anmelden.

Im praktischen Einsatz

Soweit die Theorie, jetzt die Praxis. Man sollte bei dem Aufbau bedenken, dass man den USB-Steckplatz am Computer weise wählt. Laut FAQ des Herstellers sollte stets eine Sichtverbindung zwischen den beiden Teilen möglich sein, wenn nicht gesperrt werden soll. Also habe ich ganz vorbildlich einen USB-Steckplatz direkt vorn rechts an meinem Laptop gewählt, welcher auf dem Tisch in einer Art Dockingstation positioniert ist.

Der Sender sollte, laut Hersteller, möglichst am Oberkörper getragen werden. Auch wenn auf den beiliegenden Anleitungen immer wieder gezeigt wird, dass man sich den Clip an die Kante der Hosentasche machen sollte, habe ich diesen Tipp nicht befolgt. Da das Ding einfach nicht zum Anzug passt, habe ich es mal galant in der Hemdtasche verschwinden lassen.

Laut Beschreibung sollte die Sperrung des Bildschirmes bei einer Entfernung von ca. 4 – 9 Metern einsetzen, bzw. bei der Rückkehr ebenso gelöst werden. Leider endet hier die schöne Theorie, denn in der Praxis sperrte sich mein Bildschirm auch bei den einfachen 40 cm Entfernung wenn ich am Schreibtisch saß, einfach so, mitten während der Arbeit. Zum Entsperren durfte man den Empfänger dann aus der Hemdtasche nehmen und direkt auf den Tisch legen.

Der beschriebene Effekt trat auch nicht nur einmalig auf, sondern laufend. Daraufhin habe ich dann doch die Variante an der Hose getestet, mit dieser ließ sich aber gar nicht arbeiten, die Tischplatte war wohl einfach zu viel verlangt.

Vereinzelte Fehler?

Nachdem ich also einen Defekt bei meinem Gerät vermutete, bemühte ich die Google-Suche, nach anderen positiven Erfahrungen. Diese Suche ergab allerdings recht zügig, dass das Produkt wohl wirklich mehr negative Rezensionen mit sich bringt, als positive. Ich bin definitiv kein Einzelfall.

Als Fazit bleibt mir nur zu sagen, die 26,95 € habe ich Gott sei Dank nicht bezahlt, ich hätte es sonst sofort umgetauscht. Es mag eventuell funktionieren, wenn jemand gewillt ist, diesen Clip immer neben den USB Empfänger zu legen und stets einzupacken, wenn man aufsteht. Hier empfehle ich aber alternativ doch jedem die Kombination WIN+L zum Sperren von Windows, dann muss man auch keinen USB-Port opfern.