Project Ara: Googles Muse mit Entwicklung unzufrieden

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Von der ursprünglichen Modul-Vielfant für Project Ara ist Google inzwischen abgerückt
Von der ursprünglichen Modul-Vielfant für Project Ara ist Google inzwischen abgerückt(© 2015 Youtube/Google ATAP)

Smartphones im Baukasten-Prinzip – diese Idee der Phonebloks inspirierte einst Google zu Project Ara. Vor Kurzem verkündete der Suchmaschinen-Konzern aber, dass das modulare Smartphone nicht vor 2017 erscheinen wird, und noch dazu mit weniger Modulen. Phonebloks-Erfinder Dave Hakkens äußert sich nun in einem Blogeintrag dazu.

Hakkens stört sich dabei hauptsächlich an drei Punkten. Nummer eins: weniger Module. Statt wesentliche Komponenten wie Prozessor, Sensoren, Akku und Display als Baustein anzubieten, soll Project Ara diese bereits im Chassis integriert haben. Der Rest klingt nur dezent modularer als das LG G5 mit seinem Modul-Slot oder die geplanten MotoMods für das Moto Z. Gleichzeitig ist das Design eckiger geworden. Das ist Hakkens zweiter Punkt. Project Ara erinnere nun weniger an Pebble, als vielmehr an sein ursprüngliches Phonebloks-Design. Der Blogger vermutet, dass das offenbar Zugeständnisse an ein haltbareres Smartphone sind.

Kein Smartphone mehr für die ganze Welt

Punkt drei: Project Ara sollte ursprünglich ein offener Standard werden. Fremdhersteller hätten so die Möglichkeit gehabt, eigene Module oder gar eigene Grundgeräte zu entwickeln. Das Ziel habe damals "ein Smartphone für die ganze Welt" gelautet. Davon ist Google nun abgerückt. Statt Vielfalt und gleichzeitiger Kompatibilität befürchtet Hakkens nun rivalisierende Produkte, die sich gegenseitig ausstechen.

Insgesamt ist Hakkens zwar beeindruckt von Googles Fortschritt, seiner Ansicht nach wäre aber mehr drin gewesen für ein Unternehmen mit der Größe und dem Einfluss der Kalifornier. Über 100 Module für Project Ara sind schon fertig, hieß es dabei noch Anfang 2015. Seitdem scheint sich die Entwicklung rückwärts zu bewegen. Der Start eines Pilotprojekts in Puerto Rico verschob sich zunächst nach hinten, danach wurde es immer stiller um das Gerät. Bleibt zu hoffen, dass sich das Projekt nicht noch weiter verzögert.


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