Project Loon: So steuert Google seine Internet-Ballons

Google lässt seine Internet-Ballons an abgelegenen Orten steigen und landen.
Google lässt seine Internet-Ballons an abgelegenen Orten steigen und landen.(© 2014 Google)

Mit Heißluftballons will der Suchmaschinenriese für eine weltweite Netzabdeckung sorgen. Ein neues Video verrät jetzt, wie Google die Ballons wieder auf den Boden bringt.

Ballon auf die Erde zurückholen

Eine flächendeckende Wireless-Internetverbindung ist eines von Googles bescheidenen Zielen. Mit dem Project Loon lässt der Konzern Heißluftballons in die Luft steigen, die eine solche Netzabdeckung schaffen sollen. In einem Video, welches das Projektteam jetzt veröffentlicht hat, werden Details über das Vorhaben bekannt.

Die Forscher von Google X, der Experimentier-Abteilung des Technologiekonzerns, statten die Ballons mit LTE, GPS und Sensoren aus, um den Verlauf zu kontrollieren. Eine Herausfordung ist es vor allem, die Ballons wieder sicher auf die Erde zu bringen. Entscheiden sich die Projektleiter, ein Testgerät zurückzuholen, wird dessen Verhalten beobachtet und über die GPS-Daten der aktuelle Standort bestimmt. Dabei analysiert das Team den Wind und kommuniziert mit Flugverkehr-Kontrollen, um den Landeplatz festzulegen.

Das Wiederfinden der Ballons sei ein bisschen wie "Geo-Caching", sagen die Forscher in dem Info-Video. Nach der Landung an einem abgelegenen Ort holt ein Hubschrauber den zusammengefallenen Ballon ab und transportiert ihn ins Google-Hauptquartier in Mountain View.

Drohnen als Alternative

Wie weit fortgeschritten das Project Loon ist, verrät Google nicht. Auch ob die Ballons das beste Transportmittel für die Netzabdeckung sind, ist fraglich. Als Notlösung hat das Unternehmen vor einigen Monaten den Drohnenhersteller Titan Aerospace gekauft. Dessen Fluggeräte könnten ebenfalls für die Mission zum Einsatz kommen.


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