Project Soli: Google entwickelt die Zukunft der Gestensteuerung

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Touch war gestern, Project Soli ist die Zukunft!
Touch war gestern, Project Soli ist die Zukunft!(© 2015 Youtube/Google ATAP)

Wie sieht die Zukunft der Smartphone-, Smartwatch- und Gadget-Bedienung aus? Touch? Sprache? Gedanken oder doch Gesten? Google arbeitet gerade intensiv am Letzteren und was uns deren ATAP-Team im Video zeigt, hat nicht nur das Potenzial, ein Game Changer zu sein, sondern lässt selbst John Anderton aus Minority Report ziemlich grobmotorisch aussehen.

Project Glass, Project Tango, Project Ara – alles mehr oder weniger coole Konzepte, deren Alltagstauglichkeit sich erst noch beweisen muss oder es im Falle von Glass bereits nicht so wahnsinnig erfolgreich getan hat. Das neuste Projekt der Google Advanced Technology and Projects-Gruppe – kurz ATAP – allerdings hat es wirklich in sich und lässt kaum Zweifel daran, dass dieses Konzept nicht nur Zukunft hat, sondern die Art, wie wir Technik bedienen grundlegend ändern wird.

Project Soli
Project Soli(© 2015 Youtube/Google ATAP)

Wer sich beispielsweise seit Jahren wünscht, endlich große Computer-Bildschirme wie einst Tom Cruise mit tänzerischen Handbewegungen zu bedienen, der darf nun nicht nur hoffen, dass dieser Traum bald Realität wird – nein, die Realität wird noch besser, noch filigraner, noch mobiler werden, als das was vor ein paar Jahren noch Science Fiction war. Das ATAP-Team hat nämlich eine auf Radar basierende Technologie entwickelt, die in der Lage ist, kleinste Fingerbewegungen und feinste Gesten erkennen und interpretieren zu können. Dass erlaubt beispielsweise das Drücken eines virtuelle Knopfes durch sanftes Zusammendrücken von Zeigefinger und Daumen in der Luft oder das Verschieben eines Schiebereglers durch Reiben des Daumens über die Seite des Zeigefinger.

Das wirklich Beeindruckende am aktuellen Stand von Project Soli ist aber neben der angedachten Funktionsweise für den Nutzer der Fortschritt, den das ATAP-Team innerhalb von nur einem Jahr bei der Miniaturisierung der Radareinheit erzielt hat: Von einem System, das zu Beginn etwa die Größe eines Mini PCs hatte konnte die gesamte Technik inzwischen auf einem kleinen Chip ohne bewegliche Teile untergebracht werden – und damit die optimalen aber eben auch notwendigen Voraussetzungen für den Einsatz in mobilen Geräte wie Smartphones und Smartwatches geschaffen werden.

Wann Project Soli Serienreife erlangen wird, ist derzeit noch unklar. Aber wenn wir uns anschauen, wie weit die ATAP-Gruppe bereits gekommen ist und in welcher vergleichsweise kurzer Zeit, darf man guter Dinge sein, dass die gezeigte Art der Gestensteuerung von Gadgets nicht mehr allzu weit entfernt ist ...


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