Pushbullet: Pflicht-App für Android-Geräte

Es gibt eine Handvoll Apps, die muss man einfach installiert haben. Weil sie wie etwa WhatsApp von fast jedem Menschen auf dem Planeten genutzt werden, so praktisch sind wie Google Maps oder —und das tut die kostenlose Anwendung Pushbullet — essenzielle Funktionalitäten nachliefern, die die Entwickler des Smartphone-Betriebssystems nicht implementiert haben.

Ihr kennt die Situation: Ihr wollt eine Datei von einem Android-Gerät auf Euer Zweitgerät, Tablet oder gar ein iOS-Device senden, einen Link aus dem Browser schnell auf dem Smartphone haben oder unkompliziert an Freunde weitergeben, ohne dazu auf WhatsApp zurückgreifen zu müssen. Außerdem wünscht Ihr Euch schon ewig, dass Benachrichtigungen über all Eure Tablets und Smartphones mit Android-OS synchronisiert werden und nicht auf jedem Device einzeln weggewischt werden müssen.

Für letzteren Fall bietet Google im Android-OS nativ leider immer noch keine Lösung an, für das Portieren von Dateien und Links zwischen Desktop, Smartphone und Tablet greift man für gewöhnlich auf den eher umständlichen Versand per E-Mail an die eigene Adresse oder eben den Upload in die Cloud zurück.

Das geht auch einfacher: Pushbullet ist eine kleine, aber sehr feine App, die kostenlos für Android und iOS zum Download bereit steht und nicht nur das „Pushen“, also das direkte Versenden von Dateien und Links zwischen mobilen Geräten und per Browser-Erweiterung für Chrome und Firefox auch mit Desktop-Rechnern respektive Laptops, möglich macht, sondern auch die schmerzlich vermisste systemweite Synchronisierung über alle Eure Geräte nachliefert.

Pushbullet erlaubt das Versenden von Dateien an mobile Geräte, Desktop und Kontakte.

Dazu müsst Ihr die Pushbullet-App lediglich auf allen gewünschten Geräten und das Plugin im Browser installieren,  Euch nach der Installation in allen Instanzen der App mit Eurem Google-Account anmelden — und schon ist das Fundament für die Synchronisation gelegt. Nun könnt Ihr von Bildern über Links bis hin zu Nachrichten, Adressen und allen möglichen Dateitypen bis zu 25 MB Größe so ziemlich alles, was sich auf Speicherkarte oder Festplatte findet, schnell und einfach zwischen Euren verschiedenen Geräten hin- und hersenden.

Dabei werden Fotos und Bilder nach dem Upload auf die Pushbullet-Server direkt, für alle anderen Dateien zunächst nur der Link zu deren Download gepusht; erst bei Bedarf startet Ihr den Ladevorgang auf dem Zielgerät, um Eure Datenverbindung nicht unnötig zu strapazieren. Für Bilder kann diese Option aber in den Einstellungen auch festgelegt werden.

Das ist der eine praktische Nutzen von Pushbullet — der zweite ist zumindest für Android-Nutzer mindestens genauso, wenn nicht noch wertvoller: Der Service erlaubt es nämlich, die Benachrichtigungen Eurer Smartphones und Tablets über das Browser-Plugin auch am Rechner zu betrachten: Ruft also jemand an, schickt eine Nachricht, meldet sich eine App mit einer Information, poppen diese Notifications in einem kleinen Fenster Eures Desktops auf und können von dort auch direkt gelesen werden. So erspart Ihr Euch manchen Griff oder gar Gang zum jeweiligen Gerät.

Mit Pushbullet versendete Fotos werden entweder als Link oder direkt „gepusht“.

Die Pop-Ups lassen sich natürlich auch einzeln konfigurieren, so dass nicht jede App sich auf diese Weise am Rechner melden darf.

Damit aber nicht genug: Seit dem jüngsten Update der Pushbullet-App für Android, können dieses Benachrichtigungen über alle angeschlossenen Geräte synchronisiert werden. Soll heißen: Nicht nur tauchen Benachrichtigungen vom Smartphone nun auch im Browser sowie auf dem Tablet oder Zweitgerät auf, sie lassen sich direkt von dort wegwischen und müssen somit nicht mehr auf jedem Gerät einzeln verworfen werden. Um dieses noch als Beta eingestufte Feature zu aktivieren, setzen Android-Nutzer in der App unter den Einstellungen einen Haken bei „Beta: Sync my notifications ...“.

Seit dem letzten Update synchronisiert Pushbullet unter Android sämtliche Benachrichtigungen

Wer fortan also mit dem Tablet auf dem Sofa lümmelt, sieht auf einen Blick, wer anruft oder textet und kann entscheiden, einfach liegen zu bleiben, statt das Smartphone aus der Jackentasche zu holen. Und sich dann auch gleich der 27 aufgelaufenen WhatsApp-Benachrichtigungen entledigen — praktischer geht es kaum.

Wer von Euch nutzt bereits Pushbullet und ist vor allem vom letzten Update so begeistert wie wir?


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