Quip - kollaborativ arbeiten auf iPad & iPhone

Arbeiten in der Cloud wird immer beliebter. Mit der App Quip können Texte von unterwegs auf dem iPad und iPhone oder per Web-App zum Beispiel am Mac- oder Windows-PC kollaborativ bearbeitet, mit Kollegen geteilt und Informationen zu einem Projekt ausgetauscht werden. Aber einfach auch nur Einkaufslisten oder die Urlaubsplanung können mit der Familie geteilt werden. Was die App kann und ob sie zu empfehlen ist, erfahrt ihr jetzt.

Einfach, einfacher, Quip

Die iOS-App Quip ist in allen Belangen auf eine sehr einfache Anwendung und Erstellungen von Dokumenten ausgelegt. Das fängt schon bei der Anmeldung an. Einfach eine beliebige Email-Adresse auswählen, Passwort ausdenken und los geht es. Damit kann sich dann fortan auf jedem Computer im Browser oder iOS-Gerät angemeldet werden.

Klickt man nun auf das große Plus im Kreis, kann ein Dokument erstellt werden. In diesem hat man die Möglichkeit andere Nutzer per Email einzuladen, Bilder und Tabellen hinzuzufügen, sowie auf andere Personen und Dokumente innerhalb Quips zu verlinken. So ist dann auch gleich klar, für wen das erstellte Dokument relevant ist und welche anderen Dokumente noch zu beachtet sind. Weiterhin kann der Nutzer dann noch zwischen drei Überschriften und drei Arten von Listen entscheiden. Das war es auch schon. Klingt erstmal wenig, reicht aber völlig aus, um auf dem Smartphone und Tablet übersichtliche Texte zu erstellen und mit anderen zu teilen. Ein größerer Funktionsumfang hätte auf den kleinen 4- bis 5-Zoll-Displays der Smartphones auch Schwierigkeiten, vernünftig genutzt zu werden.

Um die Dokumente ordnen zu können, kann für jedes Thema ein Ordner mit verschiedenen Farben angelegt werden. Fünf stehen dabei zur Auswahl. Dokumente sollten dabei aber im Ordner erstellt werden, da das Verschieben nur im Browser möglich ist. Um Kommunikation innerhalb der App zu ermöglichen, kann ein eigener Chat angelegt und Nutzer dazu eingeladen werden - so wie bei iMessage. Auch hat jedes erstellte Dokument automatisch einen eigenen Chat/Verlauf, in dem zusätzlich zu den Nachrichten der jeweiligen Nutzer, alle Änderungen im Dokument nachvollziehbar dokumentiert werden - Quip nennt diese Kombination Thread. So ist für jeden Nutzer des Dokuments im nachhinein ersichtlich, was geändert wurde.

Wer Quip das erste Mal nutzt, wird sich wundern, wie man auf eine Ebenen vorher zurück kommt. Einfach immer nach rechts wischen und schon kommt man z.B. aus dem Chat heraus bzw. zum Desktop, wo sich alle Dokumente befinden. Um die Texte und Dokumente außerhalb der App bzw. der Browser-Anwendung zu teilen, gibt es nur die Möglichkeit eine PDF aus dem Browser heraus zu erstellen. Eine Überführung in Word oder Pages ist bislang nicht möglich.

Fazit

Mit Google Drive und dem Open Source Tool etherpad können schon länger gemeinsam Texte kollaborativ bearbeitet und anderen zugänglich gemacht werden. Quip funktioniert in seiner Einfachheit und Funktionsumfang sehr gut und zuverlässig. Die Synchronisation zwischen den Geräten (Browser, iPad und iPhone) geht sehr schnell, nur Google Drive und etherpad sind da noch ein wenig schneller. Bisher ist der Funktionsumfang noch zu gering und fügt sich nicht in meinen Alltag ein, wie es Google macht, um es als dauerhafte Lösung zu sehen. Für mich ist Quip eher als eine gute Ergänzung zu sehen, die z.B. verwendet werden kann, um Einkauslisten oder kurze Aufgaben für Studenten zu teilen. Jedoch wird da sicherlich noch einiges an Funktionen kommen, da ein Großteil der Mitarbeiter vorher bei Google gearbeitet hat. Die Expertise sollte also vorhanden sein. Der Dienst ist in der Basis-Version kostenlos, die Business-Variante kostet pro Teammitglied 12 US-Dollar im Monat.

Quip ist für das iPad und iPhone ab iOS 6.0 oder neuer verfügbar. Für Android gibt es aktuell eine Beta-Version, die Veröffentlichung der stabilen Version steht aber kurz bevor.