Rakuten kauft Viber: Japaner wollen Spiele integrieren

Auf Expansionskurs: Rakuten-Chef Hiroshi Mikitani
Auf Expansionskurs: Rakuten-Chef Hiroshi Mikitani(© 2014 CC: Flickr/priceminister)

Der Voice-over-IP-Service Viber hat einen neuen Besitzer. Der japanische Online-Händler Rakuten hat den Dienst übernommen. 900 Millionen US-Dollar lässt sich Rakuten diesen Deal kosten. Das teilte das Unternehmen heute mit. Viber bietet ähnlich wie Skype Video-Telefonie und Massaging via Internet an. Derzeit hat der Dienst etwa 300 Millionen registrierte Nutzer. Rakuten will das Geschäftsmodell erweitern.

Rakuten hat mit dem Kauf seine Nutzerzahl mehr als verdoppelt

Mit dem Kauf von Viber hat Rakuten seine Kundenzahl mit einem Schlag mehr als verdoppelt. Laut dem japanischen Unternehmen haben alle Dienste der Rakuten Group derzeit zusammen 225 Millionen registrierte Nutzer weltweit. Diesen will Rakuten-Chef Hiroshi Mikitani nicht nur Vibers VoIP-Dienste auf Computern sowie Android- und iOS-Geräten zur Verfügung stellen. Er sieht in dem Dienst auch ein großes Potenzial als Gaming-Plattform.

Was genau sich künftig bei Viber ändern wird, hat Hiroshi Mikitani noch nicht erklärt. Rakuten geht mit diesem Geschäft weiter auf Expansionskurs. Mittlerweile gehören etwa 40 Firmen zu der Unternehmensgruppe. Einer der wichtigsten Zukäufe war 2011 die Übernahme des kanadischen E-Book-Händlers und Amazon-Konkurrenten Kobo.


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