Randlose Displays sind der neue Smartphone-Trend

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Oppo R7: Ein Smartphone-Display braucht keinen Rand.
Oppo R7: Ein Smartphone-Display braucht keinen Rand.(© 2015 Weibo/春卷)

Der Rand von Smartphone-Displays wird immer schmaler. Wirft man einen Blick auf die neuen Flaggschiffe aus China, so wird klar: Bald verschwindet er vollends.

Beim bereits hierzulande erhältlichen Huawei Ascend Mate 7 nimmt das sechs Zoll große Display 83 Prozent der Frontseite ein. Mehrere chinesische Hersteller sind dabei, dieses Verhältnis noch näher an die 100 Prozent zu bringen. Dafür verzichten sie an den langen Seiten komplett auf einen Rahmen und lassen das Display bis zur Kante reichen. Die Vorderseite des in den USA bereits erhältlich Sharp Aquos Crystal besteht zwar fast nur aus einem Bildschirm, dieser ist aber immer noch von einem dünnen Rahmen eingeschlossen, der bei den neuen Smartphones aus China auf zwei Seiten - zumindest anscheinend - komplett verschwindet.

Dünn und randlos

Von den chinesischen Herstellern, die jetzt Smartphones mit randlosen Displays auf den Markt bringen, dürfte Oppo in Deutschland noch am bekanntesten sein. Bilder des noch nicht offiziell vorgestellten Oppo R7 gelangten über den chinesischen Twitter-Konkurrenten Weibo an die Öffentlichkeit. Die genauen technischen Daten des Smartphones sind nicht bekannt. So ist unklar, wie groß zum Beispiel das Display ist und über welche Auflösung es verfügt. Dafür kursieren Gerüchte, dass das Oppo R7 mit 4,85 Millimetern extrem dünn wird und recht zügig nach der Vorstellung auch in Europa in den Handel kommen könnte.

In China bereits erhältlich ist das Subor S3. Es kostet 1399 Yuan - umgerechnet sind das rund 210 Euro - und verfügt über ein fünf Zoll großes HD-Display, das ebenfalls die Frontseite über die komplette Breite ausfüllt. Das LeTV X900 soll im Reich der Mitte ab Ende April erhältlich sein und ist mit einem 5,5 Zoll großem Full-HD-Display. Schaut man bei allen drei Smartphones genau hin, reichen ihre Displays nicht wirklich bis zur Kante. Ein sehr schmaler und im Vergleich zu anderen aktuellen Smartphones extrem dünner Rahmen ist immer noch vorhanden. Im Betrieb schafft es aber zumindest das Oppo R7 den Eindruck zu vermitteln, als reiche das Display wirklich bis an die Kante.

Interessant: Schaut man beim Oppo R7 genau hin, dann scheint es so, als sei sein Display zudem am Rand leicht gebogen. Dadurch wirkt der Bildschirm größer und der Rahmen noch schmaler. Das gilt allerdings nicht für jeden gebogenen Touchscreen. So sind zum Beispiel beim Samsung Galaxy S6 edge deutlich dicke Ränder links und rechts vom Display zu erkennen.

Marketing oder ein Mehrwert für den Nutzer?

Wie immer, wenn es um Extreme geht - immer größere Displays, immer flachere Smartphones - ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem es sich nur noch um Marketing-Aktionen handelt, mit denen Hersteller ihre Geräte aus der Masse hervorstehen lassen wollen und von denen die Nutzer nicht immer nur profitieren. So hat das bereits erwähnte Subor S3 zum Beispiel von dem Edge-to-Edge-Display abgesehen mit einem Gigabyte Arbeitsspeicher und acht Gigabyte interner Speicher sowie einer HD-Auflösung keine Ausstattungsmerkmale zu bieten, die es aus der Masse der Mittelklasse-Smartphones abheben würden.

Für die Nutzer stellt sich am Ende bei all der schönen Optik nur die Frage, ob sich das Smartphone sinnvoll bedienen lässt. Für mich ist die Grenze bei der Displaygröße mit etwa fünf Zoll erreicht. Dünner als 6,9 Millimeter muss ein Smartphone für mich nicht sein. Aber wie es sich mit einem randlosen Display verhält kann ich aus der Ferne noch nicht richtig einschätzen. Meine Sorge ist aber, dass man beim Versuch mit dem Daumen auf das Display zu drücken es gleichzeitig mit dem Handballen berührt und dadurch ungewollt eine Aktion ausführt.

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