Rätsel um WebOS hat bald ein Ende

In zwei Wochen will sich Hewlett-Packard zu dem Betriebssystem WebOS äußern. Entweder bleibt WebOS im Haus oder es wird verkauft. Von vielen Menschen wird die bevorstehende Ankündigung mit Spannung erwartet.

Die neue Konzernleiterin Meg Whitman hat angekündigt, sich in zwei Wochen über die Zukunft der Sparte zu äußern. Seit der CEO-Übernahme ließ sich Whitman viel Zeit, um mehrere Möglichkeiten näher in Betracht zu ziehen, wie sie gegenüber einer französischen Zeitung erklärte. Immerhin stehen etwa 600 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Nachdem die Produktion des Tablets von HP eingestellt worden war, wurde den Verantwortlichen bei Hewlett-Packard nahe gelegt, WebOS zu verkaufen. Für eine Abgabe der Sparte würde auch der mäßige Erfolg bei den neu aufgelegten Pre-Smartphones sprechen. "Es ist keine leichte Entscheidung, da ein Team von 600 Personen auf der Kippe steht. Wir benötigen ein anderes Betriebssystem", so Withman.

Die Entscheidung, ob HP WebOS behält oder nicht, könnte spannend werden. Vielleicht rudert das Unternehmen auch wieder zurück, wie bei dem Verkauf der PC-Sparte. Der ehemalige CEO Léo Apotheker wollte damals die gesamte Computer-Abteilung streichen. Dieses Vorhaben hätte nicht nur den zahlreichen Mitarbeitern geschadet, sondern wäre für den Konzern extrem teuer geworden. Meg Whitman entschied sich nach der Entlassung ihres Amtsvorgängers für eine Hundertachtzig-grad-Wendung und behielt die marktführende PSG in ihrem Unternehmen.

"Um die PC-Sparte auszugliedern, hätten wir fast eine Milliarde Dollar ausgeben müssen. Der Einfluss auf unser Betriebseinkommen wäre zu hoch gewesen. Unternehmen die unsere Server, Netzwerke und Lagermöglichkeiten erwerben, kaufen auch unsere PCs. Letztendlich ist die HP-Marke untrennbar mit PC verknüpft", sagte Whitman zum Stern.