Rihannas Instagram-Rückkehr: Noch das alte Badgalriri?

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Die Königin des Selfies ist auf Instagram zurück – doch auch die alte Lust an der Selbstinszenierung?
Die Königin des Selfies ist auf Instagram zurück – doch auch die alte Lust an der Selbstinszenierung?(© 2014 Instagram/badgalriri)

Badgalriri is back: So verkündete Superstar Rihanna am Wochenende ihre Rückkehr auf dem beliebten Fotosharing-Dienst Instagram. Es wurde auch Zeit: Ein halbes Jahr lang ließ die R&B-Sängerin ihre Fans im Unklaren darüber, ob jemals wieder mit einem Instagram-Post zu rechnen sei, nachdem die Facebook-Tochter Rihannas Account Anfang Mai zensiert hatte. Nun das Comeback – wohl auch aus Werbezwecken für ihr neues Album „Lost Files“, das in drei Wochen erwartet wird. Doch ist Badgalriri noch dieselbe?

Es war eine ungewöhnlich lange Auszeit: Sechs lange Monate mied Rihanna das angesagte mobile Foto-Netzwerk Instagram, nachdem es Anfang Mai geknallt hatte. „Die Seite konnte nicht gefunden werden. Du hast möglicherweise auf einen fehlerhaften Link geklickt“, lautet die Botschaft auf Rihannas Instagram-Account.

Der Grund: Ende April hatte Rihanna auf ihrem Instagram-Profil das Titelbild des französischen Männermagazins lui gepostet, auf dem der Popstar mit blanken Brüsten zu sehen war. Anders als bei Rihannas bisherigen ebenfalls oft grenzwertigen Fotos reagierte die Facebook-Tochter in kürzester Zeit und entfernte die Bilder nach kaum einer Stunde, berichtete seinerzeit das Klatsch-Portal TMZ – der Grund: Nippel-Alarm.

Rihanna war zu nackt für Instagram

Damit nicht genug: Rihanna habe daraufhin eine E-Mail von dem Dienst bekommen. Der drohte ihr mit Sperrung des Accounts, da sie mit den Fotos gegen die Nutzungsbedingungen verstoße. In anderen Worten: Rihanna war zu nackt für Instagram. Rihanna zensierte daraufhin brav ihr Hinterteil und die Brüste.

Dass die traumhafte Beziehung zwischen dem Fotosharing–Dienst und seiner zumindest schlagzeilenträchtigsten Nutzerin ernsthaft Schaden genommen hatte, wurde eine Woche später deutlich: Rihannas Instagram-Profil verschwand vollständig, die Originalbilder veröffentlichte die Barbados-Schönheit dagegen auf Twitter.

Rihanna als sexy Strichmännchen, das vom Instagram-Logo mit  Kussmund um die Rückkehr gebeten wird

Es folgte eine exakt halbjährige Absenz von Instagram, die Samstagnacht auf den Tag genau nach sechs Monaten mit einem plötzlichen Lebenszeichen endete. „Hellurrr #badgalback“, postet die 26-Jährige in der Nacht auf Sonntag. Zu sehen: Ein züchtiger, verträumter Selfie vorm Spülbecken.

Wenige Minuten später die klare Botschaft an Fans und Instagram: #RIHunited #badgalback @instagRam. Rihanna als gezeichnetes Sexy-Strichmännchen, das vom Instagram-Logo an die Hand genommen und mit  Kussmund um die Rückkehr gebeten wird. Es folgen selbstreferenzielle Posts über ihr Comeback aufgeschnappt von CNN, Helloween-Klamauk und eine weitere Zeichnung mit der klaren Ansage: „I’m back, Bitches“.

Rihanna setzte den Goldstandard in der Social Media-Selbstdarstellung

Bleibt die Frage: Warum macht Rihanna das? Die maximale Selbstdarstellung als Erfolgsfan hat ja während der WM auch gut funktioniert. Man ahnt: Am Ende braucht die R&B-Chanteuse die beliebte Foto-App genauso wie die Facebook-Tochter ihre einst spektakulärste Instagrammerin, die den Selfie-Trend mit ihren freizügigen Party- und Dauer-Urlaubsbildern maßgeblich befeuerte – Rihanna setzte den Goldstandard in der Social Media-Selbstdarstellung unter Promis.

Zwei Jahre nach ihrem letzten Album scheint auch das Rihanna mit der Foto-App zu praktizieren: Ihr neues Album "Lost Files" soll in drei Wochen erscheinen – da gilt es schließlich, maximalen Social Media-Buzz zu erzeugen.

Heißes Esquire-Shooting von Ellen von Unwerth macht Fans glücklich

Tatsächlich wurde Rihannas ursprünglicher Instagram-Account inklusive 13 Millionen Follower in der ursprünglichen Form, Stand Anfang Mai, wieder zum Leben erweckt – nur die anstößigen Fotos wurden entfernt. Es scheint, als habe RiRi nun in den ersten Tagen kokett nach den Regeln gespielt:  Ein paar Strichmännchen hier, ein paar Familienbilder da.

Doch schon am dritten  Tag der Rückkehr macht Rihanna da weiter, wo sie Ende April aufgehört hatte: Bei lasziven Shoppings, die tief blicken lassen. War die Fotostrecke für die Elle, die Rihanna gestern in neun Postings auf Instagram vorab öffentlich machte, noch unter modischen Aspekten zu verstehen, ist die 26-Jährige in den aufwendigen Inszenierungen von Ellen von Unwerth für den Esquire zumindest optisch unverkennbar in alter Form zurück.

Instagram-Comeback nach sechs Monaten: Noch das alte badgalri?

Doch die Frage bleibt: Kann badgalriri einfach nach sechs Monaten auf Instagram zurückkehren, als wäre nichts gewesen? Was Rihanna auf Instagram ausmachte, waren die originären (und manchmal ordinären) Inszenierungen, die exklusiv auf der Foto-App stattfanden und Jahre später von Taylor Swift in der Kleinmädchen-Vorstadt-Version nachgemacht wurden.

Rihanna machte ihre Fans gleichermaßen zu Freunden und Komplizen ihres unfassbaren Superstarlebens, in dem keine Party ausgelassen wurde. Mit ihrem Instagram-Alter Ego badgalriri gewährte Rihanna Fans plötzlich täglichen Zugang zu ihrer Welt und verbannte den Promi-Journalismus von zig-fach gephotoshoppten Magazin-Bildern, die Wochen später erschienen, ins Reich des 20. Jahrhunderts.

Rihanna war der erste Popstar von Weltformat, der Social Media von Grund auf verstanden hat und es so lebte wie seine Fans – ein schnelles Selfie hier, ein verwaschener Schnappschuss da. Das badgalriri sechs Monate später postet nun bisher nur Hochglanzmagazin-Bilder. Ob das gut geht?


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