RIM: Planen Microsoft, Nokia und Amazon eine Übernahme?

Es läuft nicht sonderlich gut für den einstigen Pionier in Sachen Smartphones. Das kanadische Unternehmen Research in Motion (RIM) musste einen Tiefschlag nach dem anderen einstecken. Waren die Blackberrys anfangs noch die Smartphones und Helden der ersten Stunde, so hat RIM irgendwie den Anschluss verpasst und in den letzten Monaten nur durch Negativ-Schlagzeilen auf sich aufmerksam machen können.

Nachdem die Verkaufszahlen weiterhin nicht den Erwartungen entsprechen und RIM Rückgänge bei Umsatz und Gewinn hinnehmen musste, machen derzeit Gerüchte um eine mögliche Übernahme die Runde. Wie das Wall Street Journal berichtet, soll Interesse von Nokia und Microsoft bestanden haben oder immer noch bestehen, RIM zu übernehmen.

Das renommierte Blatt beruft sich auf interne Kreise und berichtet, dass mehrmals informelle Gespräche zwischen Microsoft und Nokia auf der einen und RIM auf der anderen Seite stattgefunden haben. Was dabei herauskam ist jedoch unbekannt. Auch ist unklar, ob es bereits ein konkretes Angebot gegeben hat.

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet ebenfalls von einem Unternehmen, das Interesse Research in Motion hatte. Angeblich hat auch Amazon an eine Übernahme von RIM gedacht. Laut Reuters hat eine Investmentbank bereits im Sommer die mögliche Übernahme geprüft. Zu einem tatsächlichen Angebot sei es jedoch nicht gekommen.

Wenn man die Geschichte des kanadischen Herstellers betrachtet, so kann man davon ausgehen, dass 2012 das Jahr der Entscheidungen bei RIM wird. Die Aktie von Research in Motion ist seit dem Frühjahr 2011 von 70 auf 13 Dollar gefallen – ein historischer Tiefstand. Momentan ist es jedenfalls ein großes Fragezeichen, wie es mit RIM weitergehen wird.