Rooms: Facebooks anonyme Chat-App ist da

In Facebook Rooms seid Ihr nicht gezwungen, Euren echten Namen anzugeben
In Facebook Rooms seid Ihr nicht gezwungen, Euren echten Namen anzugeben(© 2014 Rooms, CURVED Montage)

Facebook hat seine erste App veröffentlicht, in der Ihr nicht dazu aufgefordert werdet, Euch mit Eurem echten Namen anzumelden: Die Chat-App Rooms erlaubt es, ganz wie in den alten Zeiten, in denen fast jeder in irgendeinem Forum angemeldet war, Chatrooms zu einem beliebigen Thema zu eröffnen und so ganz anonym eine Unterhaltung mit Euren Mitmenschen zu beginnen.

Facebook Rooms ist bisher nur für iOS im amerikanischen App Store erschienen und dort seit dem 23. Oktober verfügbar. Wer die App beispielsweise auf seinem iPhone 6 installiert, dem wird schnell auffallen, dass der Login nicht über den eigenen Facebook-Account funktioniert. Stattdessen richtet Ihr ein Profil über Eure Email-Adresse ein, die aber nicht innerhalb von Chatrooms angezeigt wird.

Habt Ihr Euch aber erstmals in Facebook Rooms eingeloggt, funktioniert die App denkbar einfach: Sofort dürft Ihr eigene Chatrooms erstellen und nach Euren Vorstellungen konfigurieren. Dabei legt Ihr beispielsweise ein Hintergrundbild fest und entscheidet, ob Posts anderer Mitglieder erst vom Moderator abgesegnet werden müssen, bevor sie für alle sichtbar sind. Weiterhin dürft Ihr entscheiden, wie Ihr in diesem Chat heißen wollt, ob ein er ab 18 Jahren sein soll und ob er in Ergebnissen von Web-Suchmaschinen angezeigt werden darf.

Rooms-Einladungen per QR-Code bieten spannende Möglichkeiten

Das Einladungssystem von Facebook Rooms ist eine weitere Besonderheit der Chat-App: Invites sind nämlich grundsätzlich in QR-Code-Form gehalten. Dies hat den Vorteil, dass Einladungen immer gleich aussehen und einen gewissen Wiedererkennungswert erhalten. Möchtet Ihr eine bestimmte Person via E-Mail einladen, lasst Ihr ihr den QR-Code zukommen. Wollt Ihr eher viele Leute in einen Chatroom einladen, postet Ihr ihn beispielsweise auf Twitter oder Facebook. Spannend ist zudem die Möglichkeit, den Code auszudrucken und ihn beispielsweise auf einer Party an die Eingangstür zu pappen: So erhaltet Ihr prompt einen Chatroom, in den sich alle Gäste einloggen und darin beispielsweise Bilder von der Party posten können – und das auch noch ganz anonym.

In Rooms seid Ihr anonym, doch was geschieht hinter den Kulissen?

Laut dem Support-Bereich von Rooms dient die Angabe der eigenen Email-Adresse übrigens nur der Möglichkeit, Euren Account auch auf einem anderen Smartphone aufrufen zu können. Geschieht dies, sollen auch die eigens erstellten Chatrooms und die darin verwendeten Nicknames wiederhergestellt werden. Was die Anonymität eines Nutzerkontos in Rooms angeht, ist aber natürlich dennoch Vorsicht geboten: So wird bereits vermutet, dass Facebook zwar die Chats innerhalb der App anonym abwickelt und kein User Informationen über einen anderen erhält. Inwiefern der Social-Media-Riese aber hinter den Kulissen Eure Account-Aktivitäten wieder Eurem Facebook-Profil zuordnet, kann nur gemutmaßt werden.

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