Roter Oktober: Infrastruktur deaktiviert

Die Infrastruktur der Spionage-Software "Roter Oktober" wurde abgeschaltet, teilte der Sicherheitsexperte Costin Raiu mit, der an der Entdeckung beteiligt war. "Es ist klar, dass die Infrastruktur heruntergefahren wird. Diesmal wird sie endgültig heruntergefahren", sagte Raiu.

Den Aufdeckern geht es nicht nur um die Deaktivierung der Infrastruktur: "Vielleicht beenden die Angreifer die ganze Operation", wünscht sich der Miterforscher.

Mehrere Jahre im Einsatz

Seit mindestens 2007 soll die Spionage-Software im Einsatz gewesen sein. Angesetzt wurde "Roter Oktober" auf diplomatische Institutionen, Forschungseinrichtungen und Regierungsorganisationen in einer Vielzahl von Ländern.

Schwachstellen ausgenutzt

Im Oktober vergangenen Jahres stießen Experten des Sicherheitsunternehmens Kaspersky Lab auf das Netzwerk. Sie stellten fest: Über manipulierte E-Mails und Schwachstellen in zwei Programmen klinkten sich die Angreifer in die Systeme ein. Auf 34 verschiedene Dateiformate hatte es die eingeschleuste Schadsoftware abgesehen. Einen ausführlicheren Bericht zu der Spionage-Software können Sie hier nachlesen.

Foto: Kaspersky