Runtastic: Adidas übernimmt die Fitness-App

Runtastic Orbit Fitness-Armband und Runtastic-App gehören nun Adidas
Runtastic Orbit Fitness-Armband und Runtastic-App gehören nun Adidas(© 2015 CC: Flickr/jbelluch)

Der Fitness-App-Anbieter Runtastic wechselt den Besitzer: Der Axel Springer-Medienkonzern und alle Gründer und weiteren Anteilseigner verkaufen an Adidas. Dadurch übernimmt das Unternehmen für Sportbekleidung 100 Prozent der Anteile. Axel Springer hatte für sein Anteilspaket von 50,1 Prozent 22 Millionen Euro bezahlt. Adidas bezahlt an den ehemaligen Mehrheitseigner jetzt ein Vielfaches der Summe.

Insgesamt 220 Millionen Euro ist Adidas das Unternehmen Runtastic wert, wie das Portal Meedia berichtet. Damit kann zumindest Axel Springer ein Mehrfaches seiner Investitionssumme einstreichen. Die Firma hatte 2013 über das Tochter-Unternehmen Axel Springer Digital Ventures 50,1 Prozent der ehemals in Österreich gegründeten Firma Runtastic für 22 Millionen Euro erworben.

Über 70 Millionen Runtastic-Nutzer

Offenbar hat der Verlag auf das richtige Pferd gesetzt: Runtastic ist mit 140 Millionen Downloads von Runtastic Pro und etwa 70 Millionen registrierten Anwendern mittlerweile eine der erfolgreichsten Fitness-Apps. Außerdem verkauft das Unternehmen mittlerweile von der GPS Watch mit Heart Rate Monitor bis zum Fitness-Armband Runtastic Orbit verschiedene Hardware für Sport und Ernährung. Die App gibt es mittlerweile für Android, iOS und Windows Phone.

Der CEO von Axel Springer Digital Ventures, Jen Müffelmann, zeigte sich sichtlich erfreut über den Verkauf an Adidas. Nach Angaben von Müffelmann wäre Runtastic in den letzten Jahren beträchtlich gewachsen. Bei Runtastic handele es sich mittlerweile um einen der führenden Anbieter in seinem Marktsegment. Es stehe nun vor dem nächsten Schritt seiner Entwicklung und bekomme mit Adidas hierfür den bestmöglichen Partner. Außerdem hätte Axel Springer dabei wirtschftlich einen sehr guten Deal abgeschlossen. Adidas selbst erhoffe sich laut Unternehmensseite einen "gegenseitigen Wissenstransfer", um für Aktive "Weltklasse-Sporterfahrungen" zu schaffen.


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