Wegen Tim Cook: Russische Firma reißt Jobs-Denkmal ab

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Tim Cooks Outing kommt in Russland überhaupt nicht gut an
Tim Cooks Outing kommt in Russland überhaupt nicht gut an(© 2014 Apple)

Schöne neue Welt: Tim Cooks offenes Bekenntnis zu seiner Homosexualität kostet ein Denkmal für den Apple-Gründer Steve Jobs in Russland das Leben. In einer Mitteilung der Firma, welche die zwei Meter hohe iPhone-Konstruktion im Januar 2013 hatte errichten lassen, bezeichnet das Unternehmen Cooks sexuelle Ausrichtung als Sünde.

Dass Toleranz gegenüber Homosexuellen in Russland nicht allzu groß geschrieben wird, zeigt sich an der Reaktion auf Tim Cooks Coming-out mal wieder mehr als deutlich. Wie tagesschau.de berichtet, hat die russische Firmengruppe ZEFS aus Sankt Petersburg nach Cooks Bekenntnis ein Denkmal zu Ehren des verstorbenen Steve Jobs abgerissen. Die Firma ließ zudem verlauten, dass Cooks Offenbarung ein "öffentlicher Aufruf zur Sodomie" sei. Da junge Studenten zu dem Monument in Form eines iPhones direkten Zugang hätten, verletze das Objekt das Gesetz, welches Minderjährige vor homosexueller Propaganda schützen solle.

Tim Cook gilt in Russland als Sünder

Im vergangenen Jahr hatte Russlands Präsident Wladimir Putin ein betreffendes Gesetz unterzeichnet, das die Verbreitung von "schwuler Propaganda" unter Minderjährigen strafbar macht. Wie ZEFS-Chef Maxim Dolgopolow verkündete, hätten Gesetzesbrecher in Russland nichts zu suchen und die Sünde dürfe nicht zur Norm werden. Viel offener kann man seine Homophobie kaum zum Ausdruck bringen.

Tim Cook hatte sich in der vergangenen Woche zu seiner Homosexualität bekannt und sorgte damit für großes Aufsehen. Denn allen Bekenntnissen zu Offenheit und Toleranz zum Trotz, ist die Liebe zum gleichen Geschlecht vielerorts immer noch ein Tabuthema. Der aktuelle Vorfall in Sankt Petersburg ist dafür ein trauriger Beweis.


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