Safer Internet Day 2012: Smartphones im Fokus

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) warnte am  Dienstag im Rahmen des Safer Internet Days 2012 vor Sicherheitsrisiken bei Smartphones.

"Smartphones haben derzeit nicht das gleiche Sicherheitsniveau wie PCs und Notebooks", betonte Aigner am Dienstagmorgen in Berlin.
Aigner rief die Herstellerfirmen auf, Standards zur Absicherung der mobilen Geräte zu verbessern. Der Ministerin geht es aber in erster Linie um datenschutzfreundlichere Voreinstellungen. So sollen Ortungsfunktionen in der Werkseinstellung automatisch deaktiviert sein. "Die Verbraucher erwarten zu Recht, dass das Schutzniveau bei mobilen Diensten und Geräten genauso hoch ist wie bei stationären Endgeräten. Ich sehe hier eine der wichtigsten Herausforderungen für die Zukunft. Die Sicherheitsstandards müssen mit der technologischen Entwicklung Schritt halten. Dazu gehören auch datenschutzfreundliche Voreinstellungen von Smartphones", erläuterte Aigner. "Wenn immer mehr Geräte und Online-Dienste mobil vernetzt sind, steigen die Anforderungen an Datenschutz und Aufklärung", fügte BITKOM-Präsident Kempf hinzu, der gemeinsam mit Aigner ein Interview gab.

Laut einer BITKOM-Umfrage speichern oder veröffentlichen vier von fünf Internetnutzern Daten im Internet. 63 Prozent der Befragten glaubten, dass der Datenschutz dabei eine minderwertige Rolle einnehme."Deshalb raten wir Anbietern zu Transparenz. Nur so entsteht Vertrauen", so Kempf. In vielen Unternehmen hätte Datenschutz bereits einen hohen Stellenwert: 68 Prozent der ITK-Firmen siedeln den Schutz von Daten in der Geschäftsführung an.

In Berlin treffen sich am Dienstag 250 Experten aus Wirtschaft, Politik und Verbraucherschutz, um über die Sicherheit im Internet zu diskutieren. Im Mittelpunkt steht auch hier das Smartphone. Dabei wird auch über die wachsende Gefahr von Apps gesprochen. "Bei Smartphones und Apps sollten Verbraucher so sorgfältig auf Ihren Schutz achten wie am PC", sagte Kempf.