Safer Internet Day 2013: weltweit Aktionen

Weltweit fand am Dienstag der "Safer Internet Day 2013" statt. Hierzulande beteiligten sich nach Veranstalterangaben mehr als 150 Schulen und andere Institutionen. In Deutschland leitete die EU-Initiative "klicksafe" die landesweiten Veranstaltungen. Das Motto der weltweiten Aktion lautete in diesem Jahr "Online Rights and Responsibilities". Der "Verband der deutschen Internetwirtschaft" (eco) richtete eine Hotline ein, über die Interessenten allgemeine Rechtsfragen rund um das Internet klären konnten.

Verwendung fremder Inhalte

Eco fasste unter anderem die Frage auf, wie es im Netz mit der Verwendung von fremden Zitaten und Inhalten aussieht. Grundsätzlich müsse bei der Verwendung von fremden Inhalten der Rechteinhaber grünes Licht geben. Bei Zitaten komme es auf die Situation an, erklärte der Verband. Vorsicht sollte der Anbieter von Produkten auf Online-Auktionsplattformen walten lassen:

"Produktfotos, die z. B. von der Webseite der Hersteller heruntergeladen wurden, darf man nicht verwenden. Eigene Fotos der  Originalverpackung sollten nicht ausschließlich diese in Großaufnahme zeigen, sondern am besten auch Untergrund oder Tisch im Bild haben – sonst besteht die Gefahr, dass man sich rechtlich gesehen das Design der Originalverpackung oder die Abbildungen darauf widerrechtlich zu eigen macht." (Rechtsanwalt Frank Ackermann)

Streaming kann in Grauzone liegen

Der Verband wies auf mögliche rechtliche Probleme beim Streaming hin. "Wenn für das Schauen von Online-Videos (...) Software wie der DivX-Player verwendet wird, kommt man in eine Grauzone", erklärte der Rechtsanwalt. Ein temporärer Download würde in diesem Fall stattfinden. Ohne Einwilligung sei ein solcher Download rechtswidrig. Heißes Pflaster betrete man in Filesharing-Portalen. "Hier kann man davon ausgehen, dass ein Großteil der Dateien rechtswidrig hochgeladen wurde. Wer ein solches Video auf seinen Computer lädt, macht sich strafbar", stuft Frank Ackermann die Lage ein.

Datenschutz-Verordnung

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner forderte in der "Passauer Neuen Presse" (via "dradio.de") eine europäische Verordnung zum Datenschutz im Internet. Komplette Transparenz, absolute Anonymität und bestmöglichste Datensicherheit bei der Datensammlung im Netz sei das Ziel der Ministerin.

Gefährliche Software im Internet

Passend zum "Safer Internet Day" veröffentlichte der IT-Branchenverband BITKOM eine Untersuchung zu Bedrohungen im World Wide Web. Die größte Gefahr bestehe in Drive-by-Downloads, teilte der Branchenverband am Montag in Berlin mit. Auf dem zweiten Platz landeten Würmer sowie Trojaner. Spam besetzte den letzten Platz. Er erfährt derzeit einen leichten Rückgang. Im vergangenen Jahr stand das Smartphone im Fokus des "Safer Internet Day".

Bild: Klicksafe