"SafeTrx": Viele Wassersportler setzen auf die Sicherheits-App

Wassersportler können sich mit der noch recht neuen Tracking-App "SafeTrx" absichern.
Wassersportler können sich mit der noch recht neuen Tracking-App "SafeTrx" absichern.(© 2018 Shutterstock / bluecrayola)

Die kostenlose App "SafeTrx" erfreut sich immer größerer Beliebtheit bei Kitesurfern, Seglern, Surfern, Standup-Paddlern, Schwimmern, Kajakfahrern aber auch Anglern und Wattwanderern: Schließlich kann die Anwendung auf See Leben retten.

Hinter der Seenot-App steckt kein Geringerer als die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Laut einer Sprecherin der Gesellschaft habe sich die Zahl der App-Anwender seit dem Launch 2017 nahezu verdoppelt: 14.500 Nutzer hätten SafeTrx bereits auf ihrem Smartphone installiert. Der App-Name ist abgeleitet von „safe tracks“ und bezieht sich hierbei auf sichere Wasserrouten. Antke Reemts von den Seenotrettern berichtete gegenüber der Kieler Nachrichten, dass täglich etwa 30 bis 50 Wassersportler die App nutzen würden, um ihre Ausflüge aufs Meer aufzuzeichnen, es aber gern noch deutlich mehr werden dürften. Zu größeren Rettungsaktionen sei es aber mit der App bislang noch nicht gekommen.

SafeTrx schließt eine Lücke

SafeTrx richtet sich gezielt an Wassersportler und andere Ausflügler aufs Meer, die anders als Schifffahrer keine professionelle Funkausstattung bei sich haben. Damit schließt die App also eine Lücke. Doch selbst für Bootsfahrer kann sie sich lohnen, falls die Technik an Bord einmal ausfallen sollte. Die kostenlose App für iOS und Android gewährt der Seenotleitung im Notfall Zugriff auf den aktuellen Standort des Nutzers. Dafür zeichnet sie über das GPS des Smartphones  dessen Routen auf.  Wichtig ist natürlich, dass man sein Smartphone dafür wasserdicht verpackt: So kann man sich dann auf dem Meer selbst ein Stück weit absichern und dafür Sorge tragen, dass man in einem Notfall schneller gefunden wird.

So funktioniert die App in Seenot

Anwender können nämlich ein Ziel sowie die Zeit für ihre Rückkehr in der App hinterlegen. SafeTrx löst nicht automatisch einen Alarm bei der SEENOTLEITUNG aus, sondern fragt erst. Hat der Wassersportler Ziel und Ankunftszeit seines Törns vor Abfahrt gespeichert, wird er zunächst selbst per SMS erinnert, sich zurückzumelden, sobald die Frist verstrichen ist. Nach 15 Minuten Verspätung wird zunächst ein privater Notfallkontakt, den man vorher in der App hinterlegt hat, alarmiert. Die kontaktierte Person kann sich dann bei der Seenotrettung melden. Alternativ kann man auch selbst über drei-Sekunden-Druck auf dem Handyscreen einen Notruf an die SEENOTLEITUNG (MRCC) auslösen und gleichzeitige seine aktuelle Position übermitteln. Keine Sorge: Selbst wenn die Mobilfunkverbindung  auf dem weiten Meer mal streikt, speichert die App bis dahin die Positionsdaten und überträgt sie bei einer erneuten Verbindung auf den Server.

SafeTrx spart wertvolle Zeit bei Rettungsaktionen auf der See

Stellt euch vor, ein Angler, der ganz alleine unterwegs war, wird seit Stunden vermisst. Weil Familie und Freunde sich auch nicht ganz sicher sagen können, an welchem Ufer oder auf welcher Seeroute der Vermisste seine Angel ausgeworfen hat, muss erst eine groß angelegte Suche mit Seenotrettungskreuzern, Seenotrettungsbooten und Hubschraubern eingeleitet werden – in einem unüberschaubar großen Suchgebiet. Kommt dann womöglich noch die Dunkelheit dazu, wird die ganze Rettungsaktion noch schwieriger. Hätten die Rettungskräfte zumindest einen Anhaltspunkt, wo sie die Suche starten müssen, sind die Chancen, Vermisste rechtzeitig zu finden, schon deutlich höher. Solche Szenarien gelten natürlich auch für andere Wassersportler und Wattwanderer, die nicht rechtzeitig zurückfinden.

Zusatz-Features: Spezielle Checklisten für Wassersportler

Praktische Zusatz-Features sind die Erinnerungen für verschiedene Sportarten: Über eine Checkliste, die ihr auch anpassen könnt, erinnert die App euch vor dem Start, euer Sportgerät auf seine Sicherheit hin zu überprüfen. SafeTrx ist nicht nur in Deutschland, sondern auch in Großbritannien, Australien, den Niederlanden und Irland – wo sie von der irischen Küstenwache auch ins Leben gerufen wurde – im Einsatz und funktioniert auch auf Englisch. Für Fragen zur SafeTrx-App helfen die Seenotretter gerne per Mail weiter oder ihr schaut einfach auf der SafeTrx-Webseite vorbei.


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