Samsung Ativ Q: Windows 8 und Android - 2 in 1

Samsung Ativ Q: Ein Name, der so unspannend klingt, aber wohl für viele Zuschauer das Highlight des zurückliegenden Samsung Premiere 2013 Events war.

Convertible, Windows 8, Android 4.1, QHD+ 3200x1800-Pixel Display! Man kommt ja aus dem Staunen nicht heraus. Ich weiß kaum, wo ich anfangen soll mit erzählen, denn die Kiste scheint ja an allen Ecken und Kanten spannend zu sein.

Technische Daten im Überblick

  • Display: 13,3“; 3200x1800 Pixel; 275ppi
  • Akkulaufzeit: 9h
  • Grösse & Gewicht: 327,0 x 217,8 x 13,9mm; 1,29 kg
  • Leistung: Intel Core i5, HD Grafik 4400, 4GB DDR3L RAM
  • Speicher: 128 GB SSD
  • Kamera: 720p HD
  • Eingänge: 1xUSB 3.0; 1xUSB 2.0; HDMI, RJ45, Headset, microSD

Der Formfaktor

Wir können das Samsung Ativ Q als klassisches Tablet nutzen, wobei einem dies bei über 13-Zoll-Diagonale doch im ersten Moment etwas fremd vorkommt. Wenn wir jetzt aber lieber die Tastatur nutzen möchten können wir es ganz leicht hochschieben und erhalten eine Art Laptopmodus.

 

Die dazugehörige Tastatur ist übrigens super angenehm und fühlt sich richtig hochwertig an - wäre sie zudem noch beleuchtet gewesen hätten man hier noch die letzte Nische schließen können und man hätte jeden Wunsch erfüllt. Dem Einen oder Anderen könnte ein Touchpad fehlen, jedoch kann man dies einerseits durch einen verbauten Joystick innerhalb der Tastatur kompensieren, oder ansonsten auch einfach zum Touchdisplay greifen, denn Android sowie auch Windows 8 sind für Toucheingabe optimiert.

Und wem das nicht reicht: Wir finden beim Samsung Ativ Q den typischen S Pen wieder, den Samsung freundlicherweise sehr konsequent in all seine Ativ-Geräte einbaut.

Hier sind wir aber noch lange nicht am Ende, denn man kann zusätzlich das Display noch komplett umklappen, so dass der Gegenüber plötzlich den Bildschirm vor sich hat, ohne das komplette Gerät drehen zu müssen. Man vergleiche das Bild ganz oben Positionen Drei und Vier. Wie praktisch das ist wenn Kabel angeschlossen sind muss ich wohl kaum erklären. Samsung nennt diesen Aufbau dann Präsentationsmodus, gerade im geschäftlichen Umfeld kann ich mir den Nutzen dieser Technik problemlos vorstellen.

Das Software-Wunder

Ja richtig gelesen, ein Wunder. Vollwertiges Windows 8 und Android Jelly Bean auf einem Gerät, das klingt doch schon spannend. Der gewohnten Arbeit steht nichts im Wege da ich jegliche Desktopanwendung auf dem Samsung Ativ Q installieren kann und oben drauf gibt es doch noch das Multimedia- und Konsumfreundliche Android. Und der Knaller kommt noch, wenn nicht sogar zwei. Ein kleiner Druck auf das Windows-Symbol unter dem Display und das Samsung Ativ Q wechselt direkt zwischen Windows und Android hin und her. Hier reden wir nicht von Dual-Boot, also ein System herunterfahren und das nächste Neustarten, nein, es läuft komplett flüssig parallel. Und weil Samsung immer noch einen draufsetzen wollte, kann man sich doch ganz kinderleicht Android Anwendungen direkt auf den Windows Bildschirm als Verknüpfung ablegen. Der Wechsel des Systems erfolgt dann voll automatisch. Ich muss schon sagen, starke Nummer und ganz klar Richtungsweisend!

Bevor ihr euch Sorgen macht, natürlich greifen beide auch auf die gleichen Daten zu, ihr müsst euch nicht entscheiden für welches System ihr Bilder oder Musik bereitstellen wollt. E-Mail Anhang unter Android herunterladen und dann innerhalb von Windows mit Word oder Excel öffnen, gar kein Problem.

Super, super, super … keine Kritik?

Doch, doch, keine Sorge, ich kann auch anders. Zugegebenermaßen war ich im ersten Moment schwer geschockt, als ich die Kiste mal hochgehoben habe. Denn wer sonst ein locker leichtes Tablet gewohnt ist, der erschrickt beim Gewicht des Samsung Ativ Q von 1,29kg ganz bestimmt. Ist eben doch eigentlich ein Laptop und kein großes Smartphone.  Das Festhalten in den Händen wird nicht lange Spaß machen, der Einsatz am Tisch ist ganz klar zu empfehlen.

Zweites Problem, Super-Geräte haben ihren Preis. Samsung setzt für den Anfang mal einen Preis von geschmeidigen 1600 € an. Hier wird wohl schnell klar, dass man es sich nicht mal eben so holen wird weil es ein nettes Konzept ist. Die Zielgruppe ist sicher begrenzt, denn ich würde für den Preis eher ein Ultrabook und ein Tablet kaufen, aber wie so oft sage ich auch hier, nur weil ich so denke muss das nicht eure Meinung sein.

Alles in allem eine spannende Plattform und ich bin mir sicher, wenn Apple ein MacBook Air/iPad Doppelgerät nach diesem Vorbild bauen würde, dann wäre der Absatz sicher.