Samsung Galaxy Ace 2 Test

Samsung Galaxy Ace vorstellen. Die erste Generation hat sich bis heute sagenhaft verkauft, nicht nur bei BASE. Lange nicht jeder von euch braucht oder will immer das neuste Flaggschiff zu jedem Preis haben, sondern wählt die etwas günstigere Variante. Ob dies eine gute Entscheidung ist, versuche ich hier für euch zu beleuchten.

Das Samsung Galaxy Ace 2 gibt es in einer schwarzen Ausführung, sowie einer weißen Variante mit NFC-Technologie, die leider in Deutschland noch nicht so verbreitet ist. Für meinen Test steht mit nur die schwarze Ausführung zur Verfügung, daher wird das NFC-Feature nicht näher betrachtet.

Lieferumfang und Verarbeitung

Es ist definitiv das kleinste und leichteste Handypaket, das ich bisher in den Händen hatte. Als das Samsung Galaxy Ace 2 in der Post war, hatte ich schon meine Zweifel, ob da überhaupt ein Smartphone drin ist. Doch tatsächlich, neben dem Gerät und dem passenden Akku kommen natürlich auch ein paar Kopfhörer mit. Dies sind normale Kopfhörer, also keine In-Ear Stecker. Jeder hat da so seine eigenen Vorlieben, für mich ist das mit der Einheitsgröße aber nichts. Netterweise hat Samsung aber immerhin einen Rufannahme-Knopf am Kabel verbaut, es ist also nicht die einfachste Ausführung.

Zum Laden des Samsung Galaxy Ace 2 bekommen wir ein steckdosentaugliches micro-USB-Ladegerät und ein zusätzliches USB/micro-USB-Verbindungskabel für den Computer. Eigentlich dachte ich, dass diese Kombination ausgestorben sei, aber ich wurde eines besseren belehrt. Ob man nun ein extra Kabel hat oder einen Bausatz aus USB Kabel und Ladeadapter ist für den ein oder anderen sicher egal, es hat halt beides seine Vor- und Nachteile.

Das Samsung Galaxy Ace2 reiht sich bezüglich des Akkudeckels nahtlos in die Riege aktueller Samsung-Smartphones ein. Dieser ist aus extrem leichtem und flexiblem Kunststoff und erschreckt schon einmal gerne Leute, die das erste Mal damit zu tun haben. Ich kann allerdings aus genügend Erfahrung mit Samsung-Geräten sprechen: Die Dinger sind viel stabiler und strapazierfähiger als ihr denkt und schlagen jede starre Schale. Besonders zu begrüßen ist hier, dass die Oberfläche des Akkudeckels schön geriffelt ist, was ich optisch ansprechend finde und zudem ein Aus-der-Hand-gleiten fast unmöglich macht. Auch Fingerabdrücke kann ich auf der mir vorliegenden dunklen Variante nicht ausmachen.

An der Oberseite sitzt der 3,5mm-Klinkenanschluss und ein kleiner Spalt zur Öffnung der Akkuschale. Der rechte Rand beherbergt am oberen Ende den Ein-/Ausschalter, dessen Position meiner Meinung nach gut zur einhändigen Bedienung beiträgt. An der Unterseite befindet sich zentriert der micro-USB Anschluss sowie das Mikrofon. Links gibt es den Einschub für die optionale microSD-Karte, verdeckt durch eine robust wirkende Abdeckung. Weiter oben folgen die Lautstärkewippe sowie die Befestigungsmulde für ein Tragebändchen.

Von der allgemeinen Qualität her kann ich nicht klagen über das Gerät. Die Rückseite sitzt fest und es gibt kein Klappern oder Knarzen, wenn ich das Gerät anfasse. Der silberne Rahmen um den zentralen Homebutton erleichtert ein Erfühlen im Dunkeln und bietet einen der wenigen netten Akzente im Design. Auf der Rückseite sind Kamera sowie LED-Blitz schön mittig eingesetzt, was die Handhabung enorm erleichtert.

Display und technische Ausstattung im Vergleich zum ersten Ace

Das Samsung Galaxy Ace 2 ist ein handliches Gerät und beherbergt einen praktischen 3,8“-Bildschirm (9,65 cm) mit einer Auflösung von 800x480 Pixeln. Dies ist eine enorme Verbesserung im Vergleich zum Vorgänger, wo in einem fast gleich großen Gehäuse noch ein 3,5“ (8,89 cm) großes Display mit gerade einmal 480x320 Pixeln ausgeliefert wurde. Das Display hat mich beim ersten Ace wirklich gestört, beim neuen Modell kann ich mit dem Display viel besser leben, da es einfach zur handlichen Gerätegröße und dem kleinen Budget passt.

Während man früher noch mit einem 832-MHz-Prozessor kämpfen musste, der auch gerne mal bei Angry Birds Space in Ruckeln verfiel, kann man jetzt mit doppelter Power rechnen. Ein 800 MHz Dual-Core Prozessor sorgt für ein deutlich flüssigeres Erlebnis und lässt auch den Gelegenheitsspieler auf seine Kosten kommen, ohne ständigen Frust zu produzieren.

Der Bedarf an Speicherplatz ist für jeden Nutzer ganz unterschiedlich - je nachdem, wie man plant, das Smartphone zu nutzen. Installiert man viele Apps und speichert auch viele Dateien (wie z.B. Fotos und MP3s) permanent auf dem Gerät, benötigt man mehr Speicher. Beim Samsung Galaxy Ace 2 erhält man 2,1 GB internen Speicher, von dem man selber 1 GB nutzen kann. Der Rest ist für das System reserviert. Wem dies nicht reicht, der kann bis zu 32 GB per microSD Karte aufrüsten.

Kameras

Im Bereich der Kameras hat sich auch erheblich was getan. Denn beim ersten Samsung Galaxy Ace konnte man noch gar nicht vom Plural sprechen, da hier eine Frontkamera gänzlich fehlte. Dieses Manko wurde ausgebügelt und somit erhält man nun eine 5-Megapixel-Kamera mit einer Auflösung von 2.560 x 1.920 Pixeln und ein Frontkamera, die Bilder in 640 x 480 Pixeln liefert. Die Fotoauflösung war beim ersten Ace schon dieselbe, jedoch konnte die Kamera z.B. keine HD-Videos aufzeichnen, was nun möglich ist.

Die Kamera-App von Samsung bietet die Möglichkeit, die Belegung der Softwareschaltflächen, genannt Schnellzugriffe, frei zu belegen. Des weiteren stehen ein paar einfache Fotoeffekte sowie Szenarien zur Auswahl. Wem dies nicht reicht, der findet natürlich im Google Play Store reichlich Alternativen um seiner künstlerischen Ader freien Lauf zu lassen. Für den Otto-Normal-Fotografen sollten sich allerdings bereits mehr als genug Optionen finden lassen.

Anbei drei Probeaufnahmen:

Software und Android-Version

Auf dem Samsung Galaxy Ace 2 ist Android in der letzten Ausführung 2.3.6 (Gingerbread) vorinstalliert. Für alle, die sich mit den Android-Versionen nicht so gut auskennen, sei kurz erwähnt, dass es sich hier um die letzte Revision der Gingerbread-Reihe (2.3.x) handelt. Danach folgten noch zwei weitere Hauptversionen, Android 4.0.x (Ice Cream Sandwich) sowie Android 4.1.x – 4.2 Jelly Bean. Samsung hat eine Liste mit Geräten veröffentlicht, die mindestens ein Update auf Android 4.1 erhalten sollen, hier wurde das Samsung Galaxy Ace 2 auch genannt. Leider beinhaltete diese Liste keinen Zeitplan.

Die Android-Oberfläche ist, wie bei Samsung üblich, in der eigenen TouchWiz-Oberfläche gehalten. Man spendiert dem Nutzer hier ein paar zusätzliche Apps sowie etwas angepasste Methoden, wie Widgets und Apps auf dem Startbildschirm positioniert werden. Zudem gibt es die sehr beliebte Energiesteuerung in der Benachrichtigungsleiste.

Neben der Samsung-Tastatur, bei der man natürlich zwischen dem QWERTZ-Layout und einem klassichen Tastenfeld mit T9-Eingabe wählen kann, hat Samsung auch beim Samsung Galaxy Ace 2 die Partnerschaft mit Swype gewählt und bietet die aktuellste Version der bekannten Wischeingabe vorinstalliert an. Welche Eingabemethode man individuell bevorzugt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Eine Einführung zur Wischeingabe mit Swype findet sich in einem Video, das über den obenstehenden Link zu finden ist.

Über die Funktionsweise und Bedienung von Android im Allgemeinen, führe ich hier nicht weiter aus. Wir haben zu Android bereits viele Artikel bei den Mobilfunkexperten veröffentlicht. Sollte es trotzdem Fragen geben, dann stellt diese ruhig in den Kommentaren und ich werde alles beantworten.

Fazit

Das Samsung Galaxy Ace 2 ist eine konsequente Weiterentwicklung der ersten Generation und bietet ein deutlich besseres und größeres Display, wobei das Gerät gerade einmal 2mm höher und breiter geworden ist. Die Prozessorleistung ist natürlich nicht am obersten Rand der Technologie anzusiedeln, erledigt aber alle alltäglichen Aufgaben zur vollster Zufriedenheit. Nicht jeder will bis zu 600 € für ein Smartphone ausgeben und das ist auch völlig ok. Ich selbst nutze momentan als Hauptgerät ein Samsung Galaxy S3 und konnte im Vergleich zum Galaxy Ace 2 schon feststellen, dass nicht alles ganz so zackig und weich reagiert wie ich es inzwischen gewohnt bin. Trotzdem halte ich das Samsung Galaxy Ace 2 für ein Top-Gerät in seiner Preis-Leistungs-Klasse.

Durch weitere praktische zusätzliche Features wie die Frontkamera, WiFi-direct und das optionale NFC schließt man zu aktuellen Technologien auf und bekommt ein solides Smartphone. Jeder von euch, der hauptsächlich telefoniert, SMS schreibt, gern mal seine E-Mails unterwegs einsieht und bei Facebook postet, ist hier bestens bedient. Das Gerät ist leicht, handlich und hat genug Power für ein kleines Spielchen zwischendurch.

Wer allerdings wirklich immer die aktuellsten 3D-Shooter oder Rennspiele genießen will und auch mal einen kompletten Spielfilm auf seinem Smartphone genießt, der sollte sich wohl beim Samsung Galaxy S3 oder Samsung Galaxy Note 2 umsehen.

Fotos vom Gerät

Offizielle Produktbilder

Screenshots vom Samsung Galaxy Ace 2 mit Android 2.3.6