Samsung Galaxy Note 10.1 mit Android 4.1.1 (Jelly Bean) und Premium Suite

Samsung hat das Samsung Galaxy Note 2 bekommen.

Android 4.1.1 - Jelly Bean

Die Änderungen und neuen Funktionen bei Android 4.1.1 (Jelly Bean) in Kürze vorgestellt, lauten: Der Nutzer des Samsung Galaxy Note 10.1 kommt nun auch in den Genuss von Google Now, die Elemente auf den Homescreens werden automatisch neu platziert, wenn man etwas dazwischen einfügen möchte und die gesamte Oberfläche wird dank "Project Butter" noch flüssiger dargestellt.

Welche zusätzlichen Funktionen uns bei einem Update auf Android 4.2 erwarten, könnt ihr hier nachlesen: Android 4.2 - Neuerungen der aktuellsten Jelly Bean Version

Die Premium Suite von Samsung

Wie bereits angekündigt, hat Samsung nicht nur die Android-Version aktualisiert, sondern wirklich substantiell an verschiedenen Features gewerkelt. Ein paar davon möchte ich näher vorstellen.

Multiwindow mit Dualanzeige oder Kaskadenansicht

Um wahres Multitasking zu erleben, ermöglicht uns Samsung per Multi-Window direkt zwei Anwendungen nebeneinander laufen zu lassen. Die Fensterbreite kann dabei per Stift oder Finger frei verschoben werden. Neben der sogenannten Dualanzeige kann man auch die Kaskadenansicht wählen, die bis zu 16 geöffnete Fenster erlaubt. Dabei können auch einzelne Anwendungen über ein Pin-Symbol dauerhaft in den Vordergrund geheftet werden.

Ab Werk unterstützt schon eine ganze Reihe von Anwendungen diese Funktion:

  • Alarm  (Uhr Anwendung)
  • E-Mail
  • Eigene Dateien
  • Galerie
  • Internet
  • Kontakte
  • MP3-Player
  • Nachrichten (SMS/MMS-Anwendung)
  • Polaris Office (Programm  für Microsoft Office und PDF Dateien)
  • Rechner
  • S Note (Die Notizanwendung von Samsung)
  • S Planner (Kalenderanwendung)
  • Task-Manager (Systemprogramm)
  • Telefon (Die UMTS Variante des Note 10.1 unterstütz komplettes Telefonieverhalten)
  • Video-Player
  • Weltuhr

Zusätzlich hat Samsung für Entwickler die Möglichkeit geöffnet, ihre eigenen Apps an diesen Standard anzupassen. Dass unter Samsung Galaxy Note 10.1 Nutzer sehr beliebte "Lecture Notes", eine App zum Anfertigen von z.B. Mitschriften in Vorlesungen, hat diese Funktion erfolgreich aufgegriffen.

Air View

Die Air View Funktion erlaubt es uns zusätzliche Information zu erhalten, ohne innerhalb von Apps oder Widgets zusätzliche Klicks tätigen zu müssen. Hierzu lässt man den Stift an den entsprechenden Stellen in den Anwendungen leicht über dem Display schweben, ohne es zu berühren. (Das hört sich übrigens schwieriger an, als es tatsächlich ist.)

Die Anwendungsbereiche hierfür liegen in verschiedenen vorinstallierten Apps. Im Kalender kann man mit dem Schwebenlassen des Stifts nähere Informationen zu Terminen anzeigen lassen, wenn man in der Wochenansicht über ein einzelnen Termin geht oder in der Monatsansicht alle Termine eines Tages in einem Popup einblenden lassen.

Im E-Mail-Programm kann im Posteingang ein erweiterter Blick in die Nachricht geworfen werden, ohne jede einzeln öffnen zu müssen. Leider ist diese Funktion nur für die Leute interessant, die tatsächlich auch das E-Mail Programm nutzen. Alle GMail-Nutzer unter uns können diese Funktion (bisher) nicht nutzen.

Im Video-Player kann man mit dem Stift über die Laufleiste des Videos fahren und bekommt in einem kleinen Vorschaufenster angezeigt, was an der entsprechenden Stelle im Video zu sehen sei. Das erspart lästiges Hin- und Herspringen, um die richtige Stelle zu finden. Die Funktion ist bereits aus YouTube und anderen Videoportalen bekannt.

In der Galerie kann man beim Samsung Galaxy Note 10.1 mittels des Schwebetricks einen tieferen Einblick in die einzelnen Alben erhalten, um so schnell das gewünschte Album zu ermitteln. Ich erwische mich jedes Mal dabei, wie ich aus dieser Vorschau noch mal weiter gehen möchte, um ein einzelnes Bild in den Vollbildmodus zu bekommen. Leider denke ich da zu weit, aber ich hoffe auf ein Update irgendwann in der Zukunft.

Quick Command

Man zückt den S Pen und malt mit gedrückter Taste einen geraden Strich nach oben aufs Display. Das Fenster für Schnellbefehle wartet auf euch. Hier könnt ihr jetzt etwas zeichnen (z.B. den Namen eines Kontakts - "#Name" schreiben), woraufhin das Samsung Galaxy Note 10.1 automatisch die Wählanwendung öffnet und euch die passenden Kontakte zum Suchwort "Name" liefert. Dies klappte in meiner Testreihe mit unterschiedlichen langen Namen durchaus sehr gut.

Im unteren Screenshot könnt ihr die vorgefertigten Befehle sehen. Neben dieses könnt ihr auch eigene Befehle ergänzen, wie in meinem Fall eine Geste in Form eines f für die Facebook App.

Insgesamt bin ich allerdings noch skeptisch, ob diese Art der Bedienung wirklich einen Sinn hat. Für den erfahrenen Smartphone/Tabletnutzer gehen die herkömmlichen Befehle für gewöhnlich so schnell von der Hand, dass ein Umweg über dieses Zwischenmenü einfach nicht lohnt.

Easy Clip

Easy Clip ist eine Methode, um mit Hilfe des S Pen jederzeit einfach Bildschirminhalte auszuschneiden und weiterzuleiten bzw. zu bearbeiten. Ihr drückt den Knopf am S Pen und umrandet ein beliebiges Objekt, zum Beispiel im Webbrowser. Daraufhin bekommt ihr eine Reihe von Optionen, um diesen Bildschirmausschnitt weiter zu nutzen (z.B. in ein Bildbearbeitungsprogramm einfügen oder direkt als Anhang in eine E-Mail legen).

Natürlich kann man ähnliches mit der Standard-Screenshot-Funktion erreichen, aber oft muss es doch gar kein ganzer Screenshot sein und es reicht ein Bild-Ausschnitt.

Enhanced Handwriting und Photo Note

Das ist eine Funktion, die bereits beim Samsung Galaxy Note 2 vorhanden ist. Ihr könnt in der Galerie die digitale Rückseite der Bilder mit Notizen versehen oder in der Monatsansicht eures Kalenders mit dem Stift einfach etwas rein malen.

Ich hatte vor ein paar Monaten in meinem Artikel zur Vorstellung des Samsung Galaxy Note 2 die These vorgebracht, dass diese Funktion nicht sinnvoll ist, wenn die Bilder und Notizen nicht auf verschiedene Geräte synchronisiert werden können. Und leider sollte ich Recht behalten. Mein Fazit daher: Sinnlose Spielerei.

Fazit und offizielles Video

Alles in allem gefällt mir das Update sehr gut und ich finde es toll, dass Samsung die neu entwickelten Software-Features unter seinen Geräten austauscht. Nichts ist ärgerlicher als offensichtlich zurückgehaltene Möglichkeiten. Es gibt sogar schon Vorab-Testversionen, die diese Art von Funktionen auf dem Samsung Galaxy Note der ersten Generation zeigen. Daumen hoch an dieser Stelle.

Anbei noch ein Video direkt von Samsung, das die neuen Funktionen in voller Aktion zeigt.