Samsung Galaxy Note 10: Ist es zum Marktstart schnell vergriffen?

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Das Samsung Galaxy Note 10 tritt wie geplant am 7. August 2019 aus dem Schatten (hier: Galaxy Note 9)
Das Samsung Galaxy Note 10 tritt wie geplant am 7. August 2019 aus dem Schatten (hier: Galaxy Note 9)(© 2019 CURVED)

Nicht nur Huawei hat offenbar Probleme aufgrund eines Handelsstreits: Offenbar kommt es zu Störungen bei der Produktion des Samsung Galaxy Note 10 und des Note 10 Plus. Im schlimmsten Fall könnte das Top-Modell in geringeren Stückzahlen als geplant erscheinen.

Japan hat den Export bestimmter Materialien nach Südkorea eingeschränkt, wie The Investor berichtet. Betroffen seien Teile, die Samsung für Halbleiter und Displays nutzt. Das Unternehmen habe deshalb 10 Prozent weniger Exynos-Chipsätze als geplant herstellen können. Und diese Prozessoren sind offenbar direkt für das Galaxy Note 10 gedacht. Das Top-Modell soll in Regionen wie Deutschland einen Exynos 9825 erhalten. Der Octa-Core-Chipsatz kommt bereits im Galaxy S10 zum Einsatz.

Verzögerte Lieferung

Zwar will Samsung den Rückstand bereits im August 2019 aufholen; doch es ist unbekannt, wie stark sich die Produktionsstörung tatsächlich auf die hergestellten Mengen des Galaxy Note 10 auswirkt. Während ein Samsung-Sprecher gegenüber dem koreanischen Sender JTBC die verpassten Produktionsmengen erwähnte, wollte das Unternehmen die Angelegenheit später anscheinend nicht offiziell bestätigen.

Zumindest kurzfristig könnte das Smartphone schnell vergriffen sein – sofern die Nachfrage entsprechend hoch ausfällt. Das Problem: Wenn japanische Unternehmen die von Samsung bestellten Materialien nach Südkorea exportieren wollen, benötigen sie offenbar die Genehmigung der Regierung. Und dieser Vorgang kann angeblich mehr als 90 Tage dauern. Da Samsung derzeit offenbar einen Großteil seiner Materialien aus Japan bezieht, könnte der kurzfristige Wechsel auf andere Zulieferer schwierig sein.

Galaxy Note 10 wird wie geplant präsentiert

Samsung zufolge soll die Enthüllung des Galaxy Note 10 am 7. August wie geplant stattfinden. Zum Release-Termin hat sich der Hersteller aber wohl nicht geäußert. Es wäre allerdings auch unüblich, wenn Samsung den Marktstart des Flaggschiffs noch vor der eigentlichen Enthüllung bekannt gibt.

Zu einer Handelssperre soll es zwischen Japan und Südkorea aber nicht kommen. Welche Auswirkungen ein solcher haben könnte, hat uns das Beispiel USA und China gezeigt. Zuletzt haben die Differenzen dieser Länder für viele Probleme bei Samsungs Konkurrenten Huawei gesorgt. Inzwischen hat Donald Trump allerdings verkündet, dass der Hersteller wieder Teile aus den USA beziehen darf.


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